Solche Worte hört das Taxigewerbe selten aus der Politik – umso bemerkenswerter ist diese Mail. Kurz vor Weihnachten wandte sich Sibylle Stöhr, Vorsitzende der Münchner Taxikommission und Grünen-Stadträtin, direkt an die Fahrerinnen und Fahrer in München. Ihre Botschaft: ehrlicher Dank, klare Anerkennung und ein deutliches Bekenntnis zum Taxi als unverzichtbarem Teil der urbanen Mobilität.
Taxi ist wertvoll! Das würdigt auch Sibylle Stöhr in ihrer Mail, gerichtet an Taxifahrer/innen, Zentralen und sämtliche Mitstreiter für fairen Wettbewerb. Die Grünen-Politikerin hebt die Bedeutung der Taxis hervor und deren tägliche Arbeit auf der Straße: den zuverlässigen Transport von A nach B, den Einsatz rund um die Uhr – gerade an Feiertagen – und nicht zuletzt die Rolle des Taxis als Rückgrat des öffentlichen Verkehrs, wenn Busse und Bahnen ausfallen oder verspätet sind. Besonders hebt sie hervor, dass Taxifahrer oft dann arbeiten, wenn andere längst Feierabend haben.

Bemerkenswert ist auch der politische Ton der Nachricht. Stöhr spricht ausdrücklich vom gemeinsamen Einsatz für fairen Wettbewerb auf Münchens Straßen – ein klares Signal in Zeiten zunehmenden Drucks durch Plattformanbieter und Grauzonenmodelle. Ihr Dank soll ausdrücklich an alle Kolleginnen und Kollegen weitergegeben werden, egal ob in den Zentralen oder unterwegs im Fahrzeug.
Dass diese Worte keine bloße Höflichkeit sind, zeigt ein Blick auf die jüngere Vergangenheit: Sibylle Stöhr gilt als treibende Kraft hinter dem Münchner Antrag auf ein Mindestbeförderungsentgelt (MBE) für Mietwagen. Auch nach dem Rückzug von OB Reiter blieben die Münchner Grünen geschlossen hinter dem Taxi-Gewerbe und dem Ziel fairer Wettbewerbsbedingungen.
Während viele politische Debatten über Mobilität das Taxi gern übersehen, macht Sibylle Stöhr immer wieder deutlich, welchen Wert es für die Stadt hat. Eine kleine Mail – mit großer Wirkung. Und ein seltenes Beispiel dafür, wie sehr eine Politikerin das Taxigewerbe wirklich zu schätzen weiß. nu
Beitragsfoto: Symbolbild Dank, pixabay








Frau Stöhrs Einsatz ist eine leider oft vermisste klare Stellung zu Rechtsstaatlichkeit. Das vermisse ich vor allem in der praktischen Arbeit unserer politischen Spitzenleute, die zwar Sonntagsreden halten, aber trotzdem ihre verbalen Aussagen konterkarieren mit ihrem praktischen Handeln. Dabei geht es nicht um Parteipolitik, auch wenn die große Gefahr besteht, dass diese Aussagen dazu benutzt werden.
Es ist gar nicht nötig, die sozialromantische Propaganda von UberBolt&Co nochmal zu zerlegen. Sie ist einfach nur durchsichtig und verschleiert die zugrunde liegenden betriebswirtschaftlichen und rechtlichen Fakten.
In dem Konflikt um die Durchsetzung der für Gewerbliche Personenbeförderung gültigen Regeln zeigen sich die unverhohlen antidemokratischen Absichten der global handelnden Plattformen. Sie bekämpfen mit allen Mitteln jede Art von Regeln, die ihren maximalen Profit behindern. Diese unterschätzen Machenschaften sind mafiös, kriminell, neoliberal, marktradikal.
Wer sich für Rechtsstaat und Demokratie stark macht, MUSS sich jenseits jeder Parteipolitik Frau Stöhr anschließen.
…ein sehr viel wichtigerer Beitrag ist doch wohl der tägliche Einsatz von den Tagfahrern für die Alten, Kranken und Behinderten, der weit über den notwendigen Taxieinsatz (sicher von A nach B) hinausgeht!