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Tödlicher Streit zwischen einem Uber- und einem Taxifahrer

von Jürgen Hartmann
10. Januar 2026
Lesedauer ca. 3 Minuten.
1
Erlanger Taxi-Vorstand tödlich verunglückt
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Tödlicher Streit zwischen einem Uber- und einem Taxifahrer

Kurz vor Weihnachten ist es am Dortmunder Hauptbahnhof zu einem Streit zwischen einem Taxi- und einem Uberfahrer gekommen, bei dem sich der Uberfahrer schwer verletzt hat. Nun ist er seinen Verletzungen erlegen. Wann reagiert endlich die Politik?

Wie die Tageszeitung WAZ gestern berichtete, ist ein 63-jähriger Uberfahrer bereits am 4. Januar im Krankenhaus den schweren Verletzungen erlegen, die er sich während einer Auseinandersetzung mit einem 37-jährigen Taxifahrer zugezogen hatte. Schauplatz des Streits war am 23. Dezember 2025 der Dortmunder Hauptbahnhof im Bereich der Taxistände. Was genau den Streit ausgelöst hat, ist weder dem Bericht der WAZ noch einer Polizeimeldung zu entnehmen. Bekannt ist lediglich, dass der Taxifahrer den Uberfahrer geschlagen haben soll, woraufhin dieser stürzte und sich schwer verletzte. Diesen Verletzungen ist er nun im Krankenhaus erlegen.

Sowohl die Staatsanwaltschaft wie auch die Polizei ermitteln wegen Körperverletzung mit Todesfolge, die Ermittlungen leitet eine dafür eingerichtete Mordkommission. jh

Anmerkung der Redaktion: Unser tiefes Beileid gilt der Familie und Freunden des Opfers. Die Beamten der Mordkommission haben nun die Aufgabe, schnell die Hintergründe des Streits zu klären. Vielleicht war es eine Privatfehde zwischen den Beteiligten, vielleicht ging es aber auch um den Dauerkonflikt zwischen Taxi- und Plattformfahrern – ausgelöst durch die permanenten Gesetzesbrüche, mit denen Uberfahrer den Taxifahrern nach und nach die wirtschaftliche Existenz rauben.

Zu diesen Verfehlungen zählt unter anderem auch die Missachtung der so genannten Rückkehrpflicht. Eigentlich müssten Fahrer von Plattformen wie Uber und Bolt zu ihrem Betriebssitz zurückkehren, um dort auf den nächsten Auftrag zu warten. Stattdessen halten sich viele Fahrer an wichtigen Hotspots bereit, wozu auch Bahnhöfe zählen. Damit fallen sie dann natürlich auch den Taxifahrern auf, die dort (rechtmäßig) auf Kundschaft warten und allzu oft mitansehen müssen, wie Fahrgäste anstatt ins Taxi ins daneben unrechtmäßig wartende Uberfahrzeug steigen.

Beim Versuch, die Uberfahrer verbal darauf hinzuweisen, dass sie an Bahnhöfen keine Aufstellberechtigung haben, kommt es dann immer öfter zu Streit. In unguter Erinnerung ist in diesem Zusammenhang ein Vorfall am Bahnhof Bonn/Siegburg, als gleich mehrere Taxi- und Uberfahrer in Streit gerieten und brutal aufeinander losgingen. Schon damals hatte Taxi Times dringend an die Politik und Behörden appelliert, jetzt endlich einzugreifen. Passiert ist seitdem: nichts.

Sollte die Ursache des Dortmunder Streits ebenfalls auf diesen Konflikt zurückzuführen sein, wäre es der erste Todesfall und der traurige Höhepunkt einer Gewaltspirale, die sich immer mehr aufschaukelt, weil sich die Taxifahrer von der Politik und den Behörden im Stich gelassen und sich die Uberfahrer im Wissen, dass man nicht gegen sie vorgeht, mittlerweile sogar im Recht fühlen.

Weil Deutschland aber kein Land sein darf, in dem die Bürger Recht und Ordnung selber in die Hand nehmen sollen, ist es allerhöchste Zeit, dass dem Wildwest-Gebaren der Uberfahrer endlich von Seiten der Politik und von den Behörden ein Riegel vorgeschoben wird. Von der Politik, in dem diese ohne weitere Verzögerung endlich die lange geforderten Mindestbeförderungsentgelte (MBE) für Mietwagen einführt und von den Behörden, in dem diese endlich ihrer Kontroll- und Aufsichtspflicht gegenüber den Uberfahrern nachkommen.

Solange das nicht passiert, wird sich der Konflikt an den Bahnhöfen dieser Republik immer mehr emotionalisieren. Dortmund und Siegburg sind keine Einzelfälle, es sind nur die Orte, an denen es bisher die schlimmsten Auswüchse der Dauerfehde zwischen Taxi- und Mietwagenfahrern gab.

Gewalt darf keine Lösung sein und wer sie anwendet, wird damit automatisch zum Täter, auch wenn er aus Sicht eines Taxifahrers vorher noch Opfer einer schreienden Ungerechtigkeit war. Jeder Schläger muss ausnahmslos die Härte des Gesetzes zu spüren bekommen, ganz gleich, ob Uber- oder Taxifahrer.

Aber solange die Politik und die Behörden nicht eingreifen, solange wird die Wut der um ihre wirtschaftliche Existenz betrogenen Taxifahrer immer größer. Und gleichzeitig wird die Hemmschwelle der Uberfahrer immer kleiner, geltende Gesetzte zu missachten und dies auch noch öffentlich zur Schau zu stellen. Deutschlands Bahnhöfe und andere Hotspots, an denen Taxi- und Uberfahrer aufeinandertreffen, werden so immer mehr zum Pulverfass.

Beitragsfoto: Pexels

Tags: KonflikteKörperverletzungStreitSturzTodesfall
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Jürgen Hartmann

Der Verlagskaufmann und ehemalige Taxiunternehmer gründete 2014, als Reaktion auf die Veränderungen innerhalb des Taxigewerbes, den Taxi Times Verlag. Als Herausgeber etablierte er die Taxi Times Print-Magazine und das Onlineportal Taxi-Times.com mit dem Anspruch, ein Sprachrohr für die Taxibranche zu schaffen.

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Kommentare 1

  1. Igor Isaev says:
    16 Stunden her

    Erstmal mein Beileid ……

    Wenn man die Uber fahrer befragt ob die mit ihrem Verdienst zufrieden dann sagen die ganz klar nein und berichten von Unmenschlichkeit der KI gesteuerte Platform die auf höchste Provision annahmen eingestellt ist. Viele Fahrer tuen schon mittlerweile einem leid da sie ohne sprachliche Kenntnisse arbeiten und keine andere Wahl haben weil die mit so einem Arbeitsverhältnis keine Zeit zu Integration haben ggf die Sprache zu lernen. Der Rückkehrpflicht wird laut den Fahrern bewusst missachtet da es sich für den Unternehmer gar nicht lohnt und das so ohne hin ein absolutes minusgeschäft ist können sie leider sich nicht erlauben noch zum Betrieb zu fahren . Aber wie wir wissen die Fahrer selbst wurden bis jetzt von keinem Politiker oder von Behörden neutral befragt ….

    Antworten

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