Ein Taxizentralenbetreiber und Anbieter von Vermittlungssoftware hat vor einiger Zeit von Festgebühren auf Provisionsabrechnung umgestellt und berichtet von diesem Erfolgsmodell demnächst in einem Webinar.
Längst haben Taxizentralen nicht mehr die Exklusivität, dass deren Funkteilnehmer ausschließlich Aufträge der Taxizentrale fahren. In vielen Fahrzeugen laufen auch Apps von Uber und Bolt. Das Unternehmen ECabs, ein Taxizentralenbetreiber und Anbieter von Vermittlungssoftware, verweist in diesem Zusammenhang auf Untersuchungen der Plattformvermittler. „Bei Bolt nutzen bis zu 84 Prozent der Bolt-Fahrer mehrere Apps parallel. Der Lyft Economic Impact Report 2024 beziffert den Anteil bei Lyft-Fahrern auf 72 Prozent“, berichtet Michael Mühlin, der für das maltesische Unternehmen eCabs den Vertrieb im deutschen Markt übernommen hat.
In dieser Funktion bietet Mühlin nun auch an drei Terminen ein Webinar an. Es gliedert sich in vier aufeinander aufbauende Themenbereiche. Den Ausgangspunkt bildet die Finanzierung von Marketing-Maßnahmen – eine Grundsatzfrage, ohne deren Klärung weder Kundenbindung noch Fahreraktivierung möglich sind. Darauf aufbauend behandelt der zweite Block die Kundenbindung: Wie lassen sich Fahrgäste segmentieren, durch Push-Benachrichtigungen erreichen und mit automatisierten Kampagnen zurückgewinnen? Der dritte Bereich widmet sich der Fahreraktivierung durch gezielte Anreize wie Gutschein-Codes, Bonuspunkte und zeitbasierte Aktionen. Im vierten Teil geht es um die dynamische Preisgestaltung, also die Anpassung von Fahrpreisen nach Nachfrage, Tageszeit und Fahrzeugverfügbarkeit.
„Diese vier Bausteine greifen ineinander“, kündigt Michael Mühlin an. „Die Preissteuerung finanziert die Marketing-Maßnahmen, die wiederum Fahrgäste binden und Fahrer aktivieren.“ Wie das Zusammenspiel in der Praxis funktioniert, zeigt der Referent abschließend anhand eines konkreten Umsetzungsplans – mit Praxiselementen des maltesischen Vermittlungssoftware-Anbieters und Taxizentralenbetreibers eCabs.
Matthew Bezzina, der CEO von eCabs, hatte bereits 2025 mit einer Aussage für Aufsehen gesorgt, wonach Taxizentralen nur noch fünf Jahre Zeit haben, sich auf die Zukunft vorzubereiten. In dieser Zukunft sind seiner Ansicht nach feste Monatsgebühren keine Alternative, weil sie aus einer Zeit ohne digitale Konkurrenz stammen.

eCabs hat diese Entwicklung laut eigenen Aussage am eigenen Markt erlebt. Das Unternehmen betreibt seit 2010 eine Taxizentrale in Malta und musste 2017 auf den Markteintritt von Bolt reagieren und vollzog bereits 2018 den Wechsel von der Festgebühr zum Provisionsmodell. Die Betriebsdaten aus Malta zeigen messbare Effekte der eingesetzten Werkzeuge: Die Stornoquote sank von 14 auf sechs Prozent, die Auftragsannahme in Spitzenzeiten stieg um 19 Prozent. Nach Einführung einer dynamischen Preissteuerung erhöhten sich die Online-Zeiten der Fahrer um 18 Prozent.
Solche und noch viele weitere Informationen wird Mühlin bei dem 90-minütigen deutschsprachigen Webinar preisgeben, dessen Einladungslink hier abgerufen werden kann. Vorgesehen sind dafür drei Termine: Donnerstag,26.2.2026 (15:30 Uhr), Mittwoch, 18.3.2026 (9:30 Uhr) und Dienstag, 14.04.2026 (15:30 Uhr). jh
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