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Digitalisierung spart Geld, wartet aber nicht

von Remmer Witte
12. Februar 2026
Lesedauer ca. 4 Minuten.
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Digitalisierung spart Geld, wartet aber nicht

Beim Mietwagentag in Hamburg stellte Achim Sorge die Lösungen seines Softwareunternehmens 2S vor, das unter anderem auch Kunden im Segment Limousinenservice betreut. Spannend war dabei nicht nur sein Produkt, sondern vor allem seine Sicht auf das Thema, wonach Digitalisierung für große wie kleine Unternehmen ein absolutes Muss ist. Dieser Zug fährt schneller, als die meisten es sich vorstellen können.

Digitale Transformation, Skalierungs- und Netzwerkeffekte, ERP-Systeme, B2B-Portale, B2C-Apps, optimierte Prozessabläufe – kombiniert mit KI und Automatisierung: Viele Unternehmen in der gewerblichen Fahrgastbeförderung mit PKW sehen hier wohl noch immer eine Entwicklung an sich vorbeifliegen, die sie vermeintlich nicht betrifft. Wer jedoch den Protagonisten dieser Entwicklung, wie beispielsweise Achim Sorge, zuhört, dem wird klar, dass sich kein Gewerbetreibender dieser Entwicklung verschließen kann oder darf, wenn er auch morgen noch am Markt bestehen möchte.

Aber dieser Zug hält nicht an. Also braucht künftig jedes Unternehmen, und sei es auch noch so klein, ein ERP-System. Wikipedia weiß: Ein ERP-System (Enterprise-Resource-Planning-System) ist eine komplexe Anwendung oder eine Vielzahl miteinander kommunizierender Anwendungssoftware bzw. IT-Systeme, die zur Unterstützung der Ressourcenplanung des gesamten Unternehmens eingesetzt werden. Komplexe ERP-Systeme werden häufig in Teilsysteme (Anwendungsmodule) aufgeteilt, die je nach Unternehmensbedarf miteinander kombiniert werden können.

Ein einfaches Beispiel aus der Praxis: Ich tanke mein Fahrzeug vielleicht 250-mal im Jahr. Entweder bezahle ich dann die Buchung von 250 einzelnen Belegen, oder ich tanke mit der Karte eines Serviceanbieters und zahle nur noch die Buchung der monatlichen Sammelrechnung. Da der Steuerberater jede Buchung berechnet, spare ich durch die Nutzung dieser Anwendungssoftware – denn nichts anderes ist diese Karte letztlich – bares Geld. Dieses einfache Beispiel macht zum einen klar, dass Digitalisierung vielfach nur bedeutet, sich spezialisierten Serviceanbietern anzuvertrauen, im Gegenzug aber an Stellen Geld zu sparen, die man anders nicht nutzen könnte.

Für das mobile Gewerbe gedacht bedeutet Digitalisierung, dass man sein Angebot nicht mehr nur vom Ein- bis zum Aussteigen des Kunden denkt, sondern bereits bei der Fahrzeugbestellung beginnt und bei der Abrechnung endet. Damit eröffnen sich so viele Geschäftsfelder, dass es sinnvoll ist, darüber nachzudenken, wo externe Partner einem möglicherweise effektiver zuarbeiten können, als wenn man weiterhin alles im eigenen Unternehmen leistet.

Aus Kundensicht wünscht sich dieser zunächst, dass das Fahrzeug rund um die Uhr digital bestellt werden kann, und erwartet dabei ein nahtloses digitales Erlebnis. Allein schon, wenn er seine Daten zum zehnten Mal eingeben muss, ist er genervt. Kommt dann keine digitale Bestellbestätigung innerhalb kürzester Zeit, vermittelt dies den Eindruck, der Ansprechpartner sei vielleicht schon tot – in jedem Fall aber nicht kompetent. All das kann und will niemand für sich selbst programmieren, also muss ein Softwarepartner her.

Rund 80 Chauffeurunternehmer waren nach Hamburg gekommen. Foto: Taxi Times

Natürlich ist es nicht einfach, hier die richtige Plattform oder den passenden Systemanbieter als Partner auszuwählen, und ebenso selbstverständlich sollte man seine Stammkundschaft niemals auf Nimmerwiedersehen aufgeben. Es gibt jedoch Anbieter, die mitdenken und einen dennoch an den Skalierungseffekten ihres Angebots teilhaben lassen (die Effizienz häufiger Nutzung macht die Anwendung günstiger).

Auch bei der Fahrtvermittlung ist digitale Intelligenz inzwischen aller Wahrscheinlichkeit nach erheblich effektiver als jeder Mensch – vor allem dann, wenn unterschiedliche Auftragstypen, Fahrzeuge oder andere Kundenbedürfnisse zu koordinieren sind.

Bleibt noch der Zahlungsvorgang. Bargeldloses Bezahlen ist dabei auch für Einzelaufträge faktisch alternativlos. Auch wenn Bargeld vielleicht nicht so schnell abgeschafft wird: Wer weiterhin an der „Mein-Kartengerät-ist-kaputt“-Front herumkrebst bzw. seine Mitarbeitenden dort herumkrebsen lässt, wird irgendwann ganz allein am Bahnhof stehen, wenn der letzte Zug abgefahren ist. Ähnliches gilt für das Rechnungswesen, denn wer seine Daueraufträge nicht schnell, effektiv, zuverlässig und kompetent abrechnen kann, wird bald keine mehr haben. Und auch hier gibt es wieder Plattformen, die dabei unterstützen, sodass jede Fahrt durchgängig im System abgebildet ist, ohne dass Papierberge hin- und herbewegt oder Fahraufträge zehnmal abgeschrieben werden müssen.

Mit der Digitalisierung ist es wohl ähnlich wie mit autonomen Fahrzeugen: Deren Unfälle mögen spektakulärer aussehen und medial größere Beachtung finden, doch verursachen sie insgesamt nur einen Bruchteil der Verkehrsunfälle, die dir und mir passieren – sie sparen also bares Geld. Datengetriebene Entscheidungen sind vor allem dann unschlagbar, wenn sie schnell und nach stets denselben, gern auch komplexen Prinzipien getroffen werden müssen. Im Vergleich dazu machen Menschen schlicht mehr Fehler oder halten stur an falschen Entscheidungsprinzipien fest.

Digitalisierung zwingt dazu, aus Fehlern zu lernen – denn sie tut es selbst ebenfalls: bahnbrechend schneller, konsequenter und völlig emotionsloser, als wir Menschen dazu in der Lage sind. Anstatt also darüber zu sinnieren, ob man der Digitalisierung im eigenen Unternehmen Raum geben soll, sollte man seine Energie darauf verwenden, möglichst die richtigen Digitalisierungsentscheidungen zu treffen. Sackgassen können hier äußerst teuer werden.

Der Besuch einer Werbeveranstaltung für ein bestimmtes Produkt – ganz gleich welches – ist in diesem Zusammenhang durchaus eine gute Idee, wenn man sich einmal aus seiner digital defizitären Ecke herauskatapultieren lassen möchte. Auch wenn dieses Produkt am Ende gar nicht für den eigenen Betrieb infrage kommt: Hauptsache, man geht mit der Zeit, denn sonst geht man bekanntlich mit der Zeit. rw

Weitere Beiträge zum Forum des BCMD:
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Mietwagenunternehmer kritisieren Regelungslücken im PBefG

Beitragsfoto: Achim Sorge beim Hamburger Mietwagentag, Foto: Taxi Times

Tags: 2SAchim SorgeDigitalisierungHamburgSoftwareunternehmenZahlvorgang
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Remmer Witte

Nach über 40 Jahren als Fahrer, Disponent und Chef im Taxi- und Mietwagengewerbe ist der Niedersachse heute unter anderem für einen taxinahen Dienstleister aktiv. Seine Themen sind die Branchenzukunft und -politik und die kleinen Dinge im Alltag des Gewerbes.

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