Rund eine Woche vor dem Start des neunten Forums für Chauffeur– und Mietwagenunternehmen rührt der Veranstalter nochmal die Werbetrommel.
Fast schon traditionell beginnt der Bundesverband der Chauffeur- & Mietwagenunternehmen Deutschland e.V. (BCMD) sein Kalenderjahr mit einem Fachforum. Als Veranstaltungsort hat man sich diesmal für die Katholischen Akademie Hamburg entschieden, die Zusammenkunft ist für den 30. Januar 2026 vorgesehen.
Gegenüber Taxi Times betont der Verband explizit, dass zur Veranstaltung auch Nicht-Mitglieder herzlich eingeladen sind. Eine Anmeldung ist bis zum Vorabend um 22 Uhr möglich. Die Seminargebühr beträgt 149.- € und beinhaltet nach einem Willkommensfrühstück (9.30 Uhr bis 10.30 Uhr) und neben der Teilnahme an den Vorträgen auch die Verpflegung während des ganzen Tages inklusive einem Abendessen am Abend des 30.1.26, das unter dem Motto „Networktime“ stattfindet. Den ganzen Tag über kann man sich zudem bei den Sponsoren des Forums über deren Produkte informieren. Dazu zählen die Unternehmen bzw. Marken 2 S Media, Audi (vertreten durch Autohaus Jacob), Ballnath Assekuranz, Bus Konzept (aus Polen), DMRZ, Europcar, Hale, Mopla, MPC Software, Radius Telematic und VW Nutzfahrzeuge.
Über den Programmablauf hat Taxi Times bereits im Oktober berichtet. Mittlerweile stehen auch die Namen der Vortragenden fest. Neben einem Grußwort durch den Verkehrssenator Dr. Anjes Tjarks tauchen zwei Namen auf, die auch für die Taxibranche sehr aktiv sind: Dirk Ritter von der Hamburger Verkehrsbehörde und Tino Schopf, verkehrspolitischer Sprecher der Berliner SPD. Sie werden sich innerhalb des Themenblocks „Konzessionsvergabe und Bürokratie“ äußern.
Im Rahmen einer Podiumsdiskussion zum Thema Scheinselbständigkeit und DRV-Prüfungen wird mit Vincent Feurstein ein Steuerberater und Rechtsanwalt seine juristischen Einschätzungen und Erfahrungen vortragen.
Spannend dürfte es beim vierten von insgesamt fünf umfangreichen Themenblöcken werden. Wie wird sich der Chauffeur- und Mietwagenverband zum Thema Digitalisierung und neue Marktteilnehmer positionieren? Für die klassischen Chauffeurdienste ist es nur schwer verständlich, wenn sie nun digitale Systeme inklusive TSE einführen müssen, werden sich doch zumeist auf Stundenbasis gebucht und fahren auf Rechnung. Wer auf solche Einwände Antworten erhofft, könnte sie beim neunten BCMD-Forum bekommen. Eine Teilnahme sollte sich also auszahlen. jh
Beitragsfoto: Taxi Times









Im PbefG ist der Mietwagen in klarer Abgrenzung von Taxi definiert. An den Gründen für diese Abgrenzung hat sich nichts geändert, aber die Auftragsvermittlung durch jetzt verfügbare Technik. Dass UberBolt&Co diese Definition nicht respektieren ist also vor allem ihnen anzulasten. Denn erst mit dem Auftreten dieser Plattformen sind MW systematisch unter Missachtung der Gesetze zum Betrieb von Pseudotaxis eingesetzt worden.
Doch auch klassische Mietwagen nutzen diese Plattformen und führen seitdem Fahrten aus, die üblicherweise als Taxifahrten bezeichnet werden und dem Grunde nach kein Mietwagenauftrag sind. Denn auch Mietwagen haben Auftragslücken, die gerne gefüllt werden. Auch zu Dumpingpreisen.
Deshalb gilt auch hier, Regeln sind dazu da, Konflikte zu verhindern und zu entschärfen.
Übrigens: wieso hat der im Titelbild abgebildete Mietwagen keine Konzessionsnummer im Rückfenster unten rechts? Ist das doch nur Werbung für Lexus, sprich Toyota, einem der Anteilseigner von Uber?