Mittwoch, 25. Februar 2026
  • Anmelden
+49 8634 2608577
  
Taxi Times
Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse
  • Start
  • Taxi ist wertvoll!
  • Taxitarif
    • Taxitarife in Deutschland und Österreich: der aktuelle Stand
    • Taxitarifmeldungen
  • Politik
  • Wettbewerb
  • International
  • Fahrzeuge
  • Abonnement
  • Service
    • Abonnement
    • Bestellung einzelner Ausgaben
    • Abonnement kündigen
    • Newsletter
    • E-Kiosk
    • Mediadaten
    • Taxi-Termine
    • Taxi-Songs
  • Start
  • Taxi ist wertvoll!
  • Taxitarif
    • Taxitarife in Deutschland und Österreich: der aktuelle Stand
    • Taxitarifmeldungen
  • Politik
  • Wettbewerb
  • International
  • Fahrzeuge
  • Abonnement
  • Service
    • Abonnement
    • Bestellung einzelner Ausgaben
    • Abonnement kündigen
    • Newsletter
    • E-Kiosk
    • Mediadaten
    • Taxi-Termine
    • Taxi-Songs
Taxi Times
Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse
Start Wettbewerb

Haben größere Taxiflotten noch eine Zukunft?

von Remmer Witte
25. Februar 2026
Lesedauer ca. 3 Minuten.
0
Haben größere Taxiflotten noch eine Zukunft?

Solo- oder Mehrwagenunternehmen – wem gehört die Zukunft? Diese Frage stellte Dirk Ritter als Leiter der Hamburger Genehmigungsbehörde während eines Vortrags bei der Tagung der Nordverbände in Glückstadt und kam zu interessanten Ergebnissen.

Dirk Ritter, Referatsleiter in der Hamburger Verkehrsbehörde, stellte die Welt der Taxler kurzerhand auf den Kopf, als er ihnen beim norddeutschen Branchentreffen in Glückstadt mitteilte, dass Solo bzw. Einwagenunternehmen (EWU) aus Behördensicht einfacher zu handhaben seien. Gleichzeitig ist das unternehmerische Überleben als Taxiunternehmer im städtischen Umfeld aus seiner Sicht ebenfalls nur noch als Solo-Unternehmen wirklich möglich. Wer sich dagegen als kleineres Mehrwagenunternehmen (MWU) mit zwei bis zehn Taxis versucht, sei inzwischen zum Scheitern verurteilt – es sei denn, es werde alternativ und kreativ gewirtschaftet.

Dirk Ritter (rechts) in Glückstadt 2026 beim Diskutieren über die Zukunftschancen von MWU; Foto Taxi Times

MWUs stehen unter enormem Kostendruck. Zum einen sitzen die Unternehmerinnen und Unternehmer dann nur noch im Büro und verursachen Kosten, während EWUs bedarfsorientiert agieren können. Zum anderen sind MWUs ihren Mitarbeitenden gegenüber mindestlohnpflichtig, während EWUs sich selbst ungeniert ausbeuten dürfen. Gleichzeitig sind MWUs insofern die Hände gebunden, als sie gemäß § 2 Abs. 3 des Personenbeförderungsgesetzes (PBefG) Konzessionen nicht bedarfsgerecht einzeln abgeben oder hinzunehmen dürfen – was letztlich bedeutet, dass sie nur wachsen, aber eben nicht auf einen veränderten Bedarf mit einer Verkleinerung der Flotte reagieren können. Doch auch der EWU steckt in einer Kostenfalle: Er muss durchhalten, insbesondere wenn er ein finanziertes Fahrzeug nutzt, dessen Raten er begleichen muss, egal, ob er Umsatz macht oder nicht.

Diese Zwänge machen EWUs oftmals auch zu den „besseren“ Taxis, denn zumindest in der Behördenwahrnehmung beziehen sich mehr oder weniger alle Beschwerden auf angestellte Fahrende der MWUs; EWUs agieren scheinbar deutlich dienstleistungsorientierter. Ritter stellte fest, dass die Qualität der EWUs zumindest in Hamburg eindeutig besser sei als die der MWUs. Die gängige Theorie, dass EWUs wesentlich mehr arbeiten würden als die Fahrerinnen und Fahrer der MWUs, konnte er im Übrigen nicht bestätigen. Die jährliche Erhebung der Hansestadt habe ergeben, dass beide ungefähr gleich viel arbeiten. Die EWUs seien jedoch deutlich bedarfsorientierter unterwegs, was den mindestlohnabhängig angestellten Kolleginnen und Kollegen heutzutage kaum noch möglich sei.

All dies gilt jedoch offenbar nur im städtischen Umfeld. In der Fläche zeichnet sich eine umgekehrte Tendenz hin zu größeren MWUs ab, die örtlich oft sogar als Monopo­listen agieren. Hier setzt die Notwendigkeit einer professionellen Unternehmensführung die Betriebe unter Druck, denn beispielsweise die Teilnahme an anspruchsvollen Ausschreibungen für Schülerfahrten, die dort ein wichtiges Standbein darstellen, ist für EWUs in der Regel kaum möglich.

Für die Großstadt bestätigte hingegen auch Hermann Waldner aus der Perspektive eines Berliner MWU die Tendenz zum EWU, da sich zumindest mittlere Unternehmensgrößen kaum noch rechneten. Er stellte dazu klar fest: „Die (mindestlohnbedingten) Fahrerkosten treiben uns (MWUs) in den Ruin.“ Für Ritter ist die Tendenz „back to the roots“ klar vorgegeben, denn auch vor 60 Jahren war der stolz-hanseatische EWU bereits die normale Taxiunternehmensform der Hansestadt.

Hermann Waldner, Geschäftsführer von TAXI ONE Foto: Taxi Times

Aber auch für den EWU ist bei Weitem nicht alles Gold, was glänzt. Neben dem generellen Auftragsrückgang – konjunktur- und zeitgeistbedingt, aber natürlich auch durch die Aktivitäten von Uber & Co. – leiden sie darunter, dass es inzwischen nicht mehr nur einen Vermittler in ihrer Stadt gibt, sondern viele. Ritter berichtete, dass nach seinen Zahlen zwei Drittel der Hamburger Taxis inzwischen für überregionale Plattformen fahren würden – und dies nicht nur diejenigen, die hier im Glückstädter Kreis ansässig sind.

Ähnliches lässt sich auch für Stuttgart berichten, die am stärksten vom Einzelunternehmertum geprägte deutsche Metropole. Nicht ohne Grund war es die Zentrale in Stuttgart, die neben der Zusammenarbeit mit „freenow by Lyft“ kürzlich, sehr überraschend, sogar eine Kooperation mit Uber einging, um als Zentrale überhaupt noch überleben zu können. In Stuttgart werden 900 Taxis von 700 Unternehmen betrieben.

Selbst in der Taxivorzeigestadt Hamburg setzen die kulturellen, technischen und gesellschaftlichen Entwicklungen die Branche also erheblich unter Druck – zunächst in Richtung Selbstausbeutung, mittelfristig jedoch hin zu einer Form modernen Sklaventums, wie es die internationalen Plattformen forcieren. Wobei es sicherlich nicht an den EWUs liegt, denn diese machen aus Ritters Perspektive einen guten Job. Ob die gewerbeinternen Initiativen für eine gewerbeeigene App hier zumindest noch rechtzeitig auf die Bremse treten können, bevor mit dem autonomen Fahren ein weiterer Mitbewerber flächendeckend auf den Plan tritt, bleibt abzuwarten. rw

Beitragsfoto: Grafik, Remmer Witte

Tags: Dirk RitterEinwagenunternehmerEWUGlückstadtMehrwagenunternehmerMWUZukunft
TeilenTweetSendenSendenTeilenTeilen

Remmer Witte

Nach über 40 Jahren als Fahrer, Disponent und Chef im Taxi- und Mietwagengewerbe ist der Niedersachse heute unter anderem für einen taxinahen Dienstleister aktiv. Seine Themen sind die Branchenzukunft und -politik und die kleinen Dinge im Alltag des Gewerbes.

Ähnliche Artikel

Mietwagenunternehmer kritisieren Regelungslücken im PBefG
Beförderungsrecht

Mietwagenunternehmer kritisieren Regelungslücken im PBefG

11. Februar 2026
Veranstaltungen

Zwischen Luxus und Genehmigungsfrust

31. Januar 2026

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Top-Themen unserer Regionalseiten

Berlin

Uber-Problem in Berlin und Umland: Barnim setzt auf Kontrollen statt MBE

Hamburg

Robotaxis kommen nach Hamburg

München

Scheinangriff auf den Münchner-Taxi-Standard

Werbung
 
Werbung
 
Taxi Times

Taxi Times ist eine Informationsplattform, die mit Printmedien, über Internet und soziale Medien, per Newsletter und über einer eigenen Taxi Times App sowie einen YouTube-Kanal über die Themen der gewerblichen Personenbeförderung in Deutschland, Österreich und der Schweiz berichtet und dabei auch stets den Blick auf die internationale Taxiszene richtet.

  • Kontakt
  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz

© 2025 Taxi Times - Das Fachmagazin für die Taxibranche

Werben auf taxi-times.com

Sie wollen ihr Produkt auf taxi-times.com bewerben? Wir bieten ihnen viele Möglichkeiten, sowohl Digital als auch in Print. Details finden Sie in den Mediadaten.

Mediadaten

Newsletter Anmeldung

Willkommen bei Taxi Times!

Melden Sie sich mit Ihrem Account an.

Passwort vergessen?

Rufen Sie Ihr Passwort ab

Bitte geben Sie Ihren Benutzernamen oder Ihre E-Mail-Adresse ein, um Ihr Passwort zurückzusetzen.

Anmelden
Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse
  • Start
  • Abonnement
  • Taxi ist wertvoll!
  • Taxitarife
  • Politik
  • Wettbewerb
  • International
  • Fahrzeuge
  • Service
    • Abonnement
    • Bestellung einzelner Ausgaben
    • Newsletter
    • E-Kiosk
    • Mediadaten
    • Taxi-Termine
    • Abonnement kündigen
  • Taxi Times | Berlin
  • Taxi Times | Hamburg
  • Taxi Times | München

© 2025 Taxi Times - Das Fachmagazin für die Taxibranche.

Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.