Die Metropol-Modellregion Mobilität, ein gemeinsames Projekt von Bund und Hamburg, wird um das Land Berlin erweitert. Grundlage dafür ist eine frühere Vereinbarung aus dem Jahr 2022, die weitere Partner ausdrücklich zuließ.
Berlin wird aufgenommen, weil es als große europäische Metropole viele innovative und nachhaltige Mobilitätslösungen entwickelt. Besonders wichtig sind dabei Berlins moderne Verkehrsstrukturen, seine Forschungseinrichtungen und die starke Start-up-Szene, die neue Mobilitätskonzepte erprobt.

Ute Bonde Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt in Berlin sagt: „Unser Ziel ist klar: Wir wollen eine Stadt, in der Mobilität sicher, klimafreundlich, bezahlbar und für alle Menschen zugänglich ist. Neue Technologien, insbesondere das automatisierte und vernetzte Fahren, spielen dabei eine entscheidende Rolle.“

Für Dr. Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende in Hamburg ist die Bündelung der Kräfte ein wichtiger Schritt: „Hamburg hat sich früh als Innovationslabor für digitale, vernetzte und nachhaltige Verkehrslösungen positioniert. Der Beitritt Berlins als weitere Modellregion ist ein wichtiger Schritt, um Kräfte zu bündeln und gemeinsam Maßnahmen zu entwickeln, die über einzelne Regionen hinaus wirken.“
Zu den ersten geplanten Projekten gehören:
- Selbstfahrende Shuttlebusse (Automatisierungsstufe 4) zur besseren Anbindung von Stadtteilen an den öffentlichen Nahverkehr
- Die Erweiterung des Digitalen Testfelds Stadtverkehr, um intelligente Verkehrssysteme weiterzuentwickeln
- Die Nutzung neuer Verkehrsdaten, zum Beispiel von Fahrrädern, für eine bessere Verkehrsplanung
Hamburg, Berlin und das Bundesministerium für Verkehr wollen gemeinsam erfolgreiche Projekte weiterentwickeln und als Vorbild für andere Städte und Regionen dienen.
Dafür gibt es einen gemeinsamen Projektkatalog und einen Beirat mit Vertreterinnen und Vertretern aller Beteiligten. Hamburg stellt ein Projektmanagement bereit, das den Fortschritt dokumentiert. Die Ergebnisse werden transparent veröffentlicht und stehen auch anderen Behörden, der Wirtschaft, der Wissenschaft und der Öffentlichkeit zur Verfügung.

Unterstützung findet das Projekt auch von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Sowohl die Freie und Hansestadt Hamburg als auch das Land Berlin bringen wegweisende Projekte in den weiteren Aufbau der Initiative ein. Besonders freut mich, dass beide Metropolen auch einen Schwerpunkt auf die Entwicklung des autonomen Fahrens legen. Denn: Autonomes Fahren ist der Schlüssel zur Mobilität der Zukunft. Hier wollen wir Deutschland zu einem weltweit führenden Innovations- und Produktionsstandort für autonomes Fahren machen.“ sg
Beitragsfoto: Handschlag Foto: pixabay






Aha – Senatorin Bonde wünscht sich Mobilität, die bezahlbar und für alle zugänglich ist. Weigert sie sich deswegen so stur, endlich etwas gegen die kriminellen Mietwagen zu tun?
Seit Jahren wird die Einführung eines Mindesttarifs für Mietwagenverkehre in Berlin mit dem Hinweis auf rechtliche Prüfbedarfe zurückgestellt. Faktisch bleibt damit ein Marktumfeld bestehen, in dem Plattformanbieter mit dauerhaft niedrigen Preisen operieren können, während regulierte Taxiunternehmen wirtschaftlich zunehmend unter Druck geraten. Die ausbleibende Regulierung hat somit konkrete Wettbewerbswirkungen, unabhängig von der politischen Absichtserklärung.
@’Regulierung‘: die Regeln sind durch das PbefG und BO-Kraft festgelegt und völlig klar.
Woran es fehlt? An Durchsetzung bestehender Gesetze und Umsetzung möglicher Maßnahmen wie MBE.
Und leider fehlt es auch an gewerbeeigener Einigkeit und effizienter Umsetzung eigener Handlungsmöglichkeiten auf verschiedenen Ebenen!
Die anhaltende Untätigkeit wirft die Frage auf, ob historisch gewachsene Berliner Verflechtungen und der Einfluss internationaler Plattformunternehmen wie Uber strukturelle Veränderungen faktisch blockieren.
Digital, vernetzt, nachhaltig – das sind die Schlagworte aus obigem Artikel und wenn sie mit dem Begriff des Öffentlichen Verkehrsinteresse verbunden sind, dann ist das auch eine Perspektive für unser Gewerbe.
Ganz wenig Bedeutung hat dagegen das später angeführte autonome Fahren. Dient ausschließlich dem Umsatz der Autoindustrie und Digitalkonzerne. Die technische Zuverlässigkeit ist trotz aller Behauptungen fragwürdig und unklar, ob jemals irgendwer die Verantwortung für diese Roboterfahrzeuge übernehmen kann. Entscheidungen müssen immer in menschlichen Händen bleiben und dürfen niemals irgendeiner Technik oder KI überlassen werden.
Alles was dagegen den privaten individuellen Verkehr reduziert, ist sehr hilfreich für bessere Lebensqualität in unseren vom Individualverkehr erstickten Städten.
Taxi mit den Informations-und Abrechnungssystemen der übrigen öffentlichen Verkehrsmittel wirksam zu verknüpfen entlastet alle Beteiligten, erspart Parkplatzsuchverkehr, reduziert Staus, Abgas und Lärm. Und ergänzt zu geringen Kosten die Liniennetzte in Randzonen.
Technik ist immer Werkzeug. Darf nie zum Selbstzweck werden.