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Start Landesverbände

LTV warnt: QRaGo & Co. gefährden das Taxi-Gewerbe

von Nicola Urban
4. März 2026
Lesedauer ca. 2 Minuten.
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LTV warnt: QRaGo & Co. gefährden das Taxi-Gewerbe
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Der Landesverband Thüringen des Verkehrsgewerbes (LTV) schlägt Alarm: In einem eindringlichen Schreiben warnt Hauptgeschäftsführer Martin Kammer Taxi- und Mietwagenunternehmer vor der Zusammenarbeit mit kapitalorientierten Plattformen wie QRaGo.

QRaGo ist eine Fahrtenvermittlungsplattform, die derzeit verstärkt in Krankenhäusern auftritt – auch in Thüringen und Sachsen-Anhalt, dem Zuständigkeitsgebiet des LTV. Die Plattform bietet eine digitale Auftragsvermittlung an. Kliniken würden Unternehmern signalisieren, dass sie sich registrieren müssten, um weiterhin Krankenfahrten zu erhalten. Was auf den ersten Blick wie eine organisatorische Entlastung für das Klinikpersonal wirkt, habe laut Kammer aber weitreichende Folgen für das Gewerbe.

Kammer betont, dass die Rahmenbedingungen für Taxi- und Mietwagenunternehmen grundsätzlich positiv seien: Die Bevölkerung schrumpft, der Anteil der über 60-Jährigen steigt in beiden Bundesländern auf rund 40 Prozent. Die Zahl der Betriebe und Fahrzeuge sinkt – besonders stark in Sachsen-Anhalt. Der ÖPNV steht unter politischem und finanziellem Druck. Gerade in ländlichen Regionen könnten Taxi- und Mietwagenbetriebe künftig eine tragende Rolle in der Mobilität übernehmen. „Der Kuchen wird größer, aber die Stücke werden weniger“, so die Kernaussage des Schreibens. Es sei genug Geschäft für alle vorhanden – vorausgesetzt, das Gewerbe handle geschlossen.

Kritisch sieht der LTV die langfristigen Auswirkungen der Plattformökonomie. Kurzfristig könnten einzelne Betriebe mehr Aufträge generieren. Langfristig aber drohe der Verlust der eigenen Kundenbasis. „Der zukünftige Kunde heißt dann Plattform“, warnt Kammer. Plattformen regulierten mit zunehmender Marktdurchdringung nicht nur die Kundenströme, sondern auch die Vermittlungsgebühren. Während mit einzelnen Auftraggebern verhandelt werden könne, diktierten Plattformen die Konditionen.

Laut der Pressemitteilung des LTV habe QRaGo seine Gebührenstruktur bereits angepasst. Bisher seien 1,60 Euro pro vermitteltem Auftrag berechnet worden. Inzwischen gelte jedoch eine entfernungsabhängige Servicegebühr (netto). Für Fahrten von 0 bis 5 Kilometern würden 0,95 Euro fällig, bei 6 bis 20 Kilometern 2,25 Euro. Für Strecken zwischen 21 und 75 Kilometern liege die Gebühr bei 4,50 Euro, bei Fahrten über 75 Kilometern bei 8,95 Euro. Die Anpassung wurde mit Investitionen in Algorithmen, Prozesse und Support begründet. Kammer interpretiert dies als Zeichen wachsender Abhängigkeit: Ist das Gewerbe erst eingebunden, steige die Gebührenschraube weiter. In anderen Plattformmodellen seien Vermittlungsprovisionen von bis zu 30 Prozent keine Seltenheit.

Ein weiterer Kritikpunkt: Die Plattformlogik begünstige größere Betriebe mit Bürostrukturen, die Aufträge schneller anklicken können. Einwagenunternehmen hätten häufig das Nachsehen. Zudem könnten Premium- oder Exklusivpartnerschaften einzelne Marktteilnehmer bevorzugen – mit entsprechender Verschiebung der Auftragslage.

Der LTV sieht in der Kooperation mit kapitalorientierten Plattformen ein strukturelles Risiko. Nach Auffassung des Verbandes liegen sämtliche Pflichten weiterhin beim Unternehmer, während eine echte Verhandlungsmacht gegenüber der Plattform nicht besteht. Stattdessen wachse die wirtschaftliche Abhängigkeit, gleichzeitig gingen eigene Entwicklungsspielräume zunehmend verloren.

Kammer ruft deshalb zu mehr Geschlossenheit im Gewerbe auf. Ein gemeinsames „Nein, danke“ gegenüber Plattformanbietern könne deren Geschäftsmodell im regionalen Klinikmarkt wirksam stoppen.

Der Verband kündigt an, mit Hochdruck an alternativen Konzepten zu arbeiten, um das Taxi- und Mietwagengewerbe nicht in eine Plattformabhängigkeit geraten zu lassen. Der Appell richtet sich klar an die Unternehmer selbst: Zusammenhalt, wirtschaftliche Klarheit und strategischer Weitblick seien jetzt entscheidend.

Denn, so Kammer: Nicht die Plattform fährt die Patienten nach Hause – sondern das Taxi- und Mietwagengewerbe vor Ort. nu

Beitragsfoto: KI-generiertes Symbolbild

Tags: BrandbriefLandesverband Thüringen des Verkehrsgewerbes (LTV)LTVMartin KammerPlattformenQrago
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Nicola Urban

Die Journalistin war als Hörfunk-Nachrichtenredakteurin mehrere Jahre mit Taxis auf den Münchner Straßen unterwegs und auch ihre bessere Hälfte ist beruflich eng mit dem Taxigewerbe verwurzelt – seit dem brennt sie für das Gewerbe, ist die eierlegende Wollmilchsau der Taxi Times und unterstützt sowohl redaktionell als auch in der Verwaltung.

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