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Mini-Autos machen Maxi-Druck: „Little Bolt“ bringt Nürnberger Taxis in Bedrängnis

von Nicola Urban
14. Januar 2026
Lesedauer ca. 2 Minuten.
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Mini-Autos machen Maxi-Druck: „Little Bolt“ bringt Nürnberger Taxis in Bedrängnis

Mit kleinen Elektrofahrzeugen auf kurzer Strecke setzt der Fahrdienstleister Bolt neue Akzente – und sorgt in Nürnberg für große Unruhe im Taxigewerbe. Die Frankenschau aktuell des Bayerischen Rundfunks berichtet über den Start der sogenannten „Little Bolts“, mit denen Nürnberg zur bundesweiten Pilotregion für ein neues Angebot des Fahrtenvermittlers wird.

Seit rund drei Wochen rollen zehn chinesische E-Kleinwagen durch die Nürnberger Innenstadt. Die Fahrzeuge vom Typ BYD Dolphin Surf dürfen ausschließlich im Stadtzentrum eingesetzt werden und sind auf Fahrten bis maximal vier Kilometer begrenzt. Bolt wirbt offensiv mit günstigen Preisen – etwa für Wege zum Arzt, zum Einkaufen oder für andere kurze Alltagsfahrten. Nach Unternehmensangaben sind diese Fahrten nochmal bis zu 20 Prozent günstiger als reguläre Bolt-Angebote.

„Wir haben festgestellt, dass der Anteil an Kunden mit kurzen Fahrten steigt“, erklärt Christoph Hahn, Geschäftsführer von Bolt Deutschland. Aus diesen Daten heraus habe man entschieden, eine neue Fahrzeugkategorie einzuführen. Umgesetzt wird das Projekt vor Ort durch ein Nürnberger Mietwagenunternehmen. Dessen Geschäftsführer Ali Miran sieht vor allem wirtschaftliche Vorteile: geringere Anschaffungskosten, weniger Verbrauch, weniger CO₂ – und damit ideale Fahrzeuge für Kurzstrecken.

Genau hier schlägt die Sorge der Taxiunternehmen an. Die Taxigenossenschaft Nürnberg wehrt sich seit rund zwei Jahren gegen den Markteintritt von Bolt und warnt vor dramatischen Umsatzeinbrüchen. Gerade kurze Innenstadtfahrten gehören traditionell zum Kerngeschäft des Taxis – und sind für viele Betriebe wirtschaftlich unverzichtbar.

Auch die Stadt Nürnberg beobachtet die Entwicklung mit wachsender Aufmerksamkeit. Da Taxis Teil des öffentlichen Personennahverkehrs sind, lässt die Aufsichtsbehörde derzeit ein Gutachten zur Marktentwicklung in der Personenbeförderung erstellen. „Wenn ein Ungleichgewicht entsteht, das den ÖPNV in seiner Gesamtheit gefährdet, hätten wir die Möglichkeit zu reagieren – etwa mit der Festsetzung eines Mindestpreises“, so Stadtrechtsdirektor Olaf Kuch in dem Beitrag. Ein solcher Eingriff wäre rechtlich heikel und würde vermutlich vor Gericht landen, weshalb eine belastbare Datengrundlage entscheidend sei. Das Gutachten soll bis April vorliegen.

Bolt allerdings will nicht so lange warten. „Noch ein paar Wochen – nicht Monate – und dann würden wir den Service erweitern“, kündigt Hahn an. Nicht nur in Nürnberg, sondern perspektivisch in ganz Deutschland. Der Beitrag der Frankenschau fasst die Strategie zugespitzt zusammen: Über günstige Kurzstrecken in der Innenstadt sollen Taxi-Kunden abgeworben werden.

Dass das Modell international bereits erprobt wird, zeigt ein Blick nach Rumänien. In Bukarest bietet Bolt „Little Bolt“ mit noch kleineren Elektrofahrzeugen an. Die Jinpeng-Modelle erreichen bis zu 70 km/h, verfügen über verschiedene Fahrmodi und sollen eine Reichweite von bis zu 150 Kilometern pro Batteriesatz bieten. Bolt sieht darin einen Baustein auf dem Weg zu Netto-Null-Emissionen bis 2040 – und wirbt mit häufigeren Fahrten und besseren Einnahmemöglichkeiten für Fahrer.

Für das deutsche Taxigewerbe wirft der Nürnberger Test jedoch grundlegende Fragen auf: Wie fair ist der Wettbewerb auf kurzen Strecken? Welche Rolle spielt der Preis, wenn neue Fahrzeugkategorien gezielt in das klassische Taxi-Segment drängen? Und wie weit sind Kommunen bereit zu gehen, um das Gleichgewicht im urbanen Personenverkehr zu sichern? Die Antworten darauf könnten weit über Nürnberg hinaus Signalwirkung entfalten. nu

Beitragsfoto: Screenshot BR-Beitrag, nu

Tags: BoltBukarestChristoph HahnLittle BoltsMini-BoltNürnbergRumänienTaxigenossenschaft Nürnberg
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Nicola Urban

Die Journalistin war als Hörfunk-Nachrichtenredakteurin mehrere Jahre mit Taxis auf den Münchner Straßen unterwegs und auch ihre bessere Hälfte ist beruflich eng mit dem Taxigewerbe verwurzelt – seit dem brennt sie für das Gewerbe, ist die eierlegende Wollmilchsau der Taxi Times und unterstützt sowohl redaktionell als auch in der Verwaltung.

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Kommentare 3

  1. Igor Isaev says:
    3 Wochen her

    Mindesttarief für Fahrzeuge aus China in EU sind auf EU Ebene möglich. Mindesttariefe für Mietwagen aber nicht….

    Antworten
  2. J. Chronor says:
    3 Wochen her

    Die technischen Mindestanforderungen an Taxi verlangen mindestens 4 Fahrgastsitzplätze und Platz für 3 normal große Koffer plus zwei Handgepäckstücke. Mietwagen unterliegen keiner solchen Festlegung. Und trotzdem wollen sie Taxi spielen. Das geht so nicht!

    Schon der am häufigsten eingesetzte Corolla ist eine Zumutung für jeden Fahrgast, wenn mehr als eine Person mitfährt. Und besonders innerstädtische Fahrten sind die Domäne der Taxis. Für Mietwagen mit ihrer Rückkehrpflicht im Grunde völlig ungeeignet und noch ein Zeichen für missbräuchlichen Einsatz der Mietwagenkonzessionierung.

    Die Mindestanforderungen an Taxi zu überdenken und einen nach Fahrzeuggröße gestaffelten flexiblen Tarif einzuführen ist diskutierbar. Davon unberührt bleibt die Definition des System Taxi als Teil des ÖPNV mit seinem Auftrag zur Wahrnehmung der öffentlichen Verkehrsinteressen.

    Mietwagen sind nicht Taxi, sondern ihr ursprüngliches Geschäftsmodell ist Chauffeur-Dienst, Limousinenservice.

    Allein die mittlerweile alltägliche Praxis des Einsatzes als Pseudo-Taxi ist ein Kriterium, das die Einstufung der entsprechenden Mietwagenbetreiber als unzuverlässig begründet. Neben den bekannten sonstigen Rechtsverstößen.

    Das muss endlich zu einem Berufsverbot für diese Strohleute der Plattformen führen.

    Nur durch diese Plattformen mit ihrer Gier nach Provisionen sind diese Pseudo-Taxis gezüchtet worden. Denn diese Global-Plattformen wollte das Taxigewerbe nicht, denn wir hatten bereits vorher unsere eigenen Apps! Leider viel zu wenig bekannt gemacht.

    Mit dem immer wieder aufgewärmten Märchen vom günstigen Preis der Mietwagen sollen wieder mal nur die kriminellen Praktiken der Pseudo-Taxis vernebelt und der Öffentlichkeit Sand in die Augen gestreut werden.

    Und noch ein Gutachten? Wieso eigentlich! Es existieren doch längst mehr als genug! Die Effekte auf Linienverkehr, innerstädtischen Verkehr und Umwelt sind doch alle längst bekannt und bestens dokumentiert.

    Einfach mal machen bitte! Und zwar effektiv! Mit ausreichend hohem MBE und konsequenter Strafverfolgung! Und keine Ausnahmen mehr bei Wegstreckenzählern und TSE! Und dazu mal die Plattformdaten miteinbeziehen bei der Auswertung der Pflichtdaten! Und endlich mal schon beim Antrag auf MW-Konzession die Geschäftsabsicht prüfen! Gewerbefreiheit nach Artikel 12 Grundgesetz? Hier nichts weiter als ein Schlupfloch für Kriminalität!

    Antworten
  3. Hartmut Kahrs says:
    2 Wochen her

    Kann mich dem Kommentar des Kollegen Chronor nur anschließen. Den Taxiunternehmern wird die TSE Pflicht mit immensen Kosten aufgedrückt, Kann man ja absetzen ( wenn man denn noch Gewinn macht) und die Plattformanbieter können tun und lassen zu was sie gerade lustig sind. Selbst bei uns auf dem Lande stellen sich Uberfahrer bei den Volksfesten etc. und auch am Wochenende bereit ohne Konsequenzen befürchten zu müssen. Die Genehmigungsbehörde teilt lapidar mit “ nachts arbeiten wir nicht“ das Ordnungsamt ist auch nicht da und die Polizisten wissen oft nicht mit dem Personenbeförderungsgesetz umzugehen. Es werden immer mehr Taxiunternehmen ihr Gewerbe aufgeben wenn hier nicht bald und nicht erst in Jahren was unternommen wird.

    Antworten

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