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ÖPNV-Taxi erobert den Landkreis Görlitz – neues Geschäftsfeld für Taxibetriebe

von Nicola Urban
27. Januar 2026
Lesedauer ca. 2 Minuten.
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Die mühevolle Arbeit eines Taxiverbands für das ÖPNV-Taxi
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Das ÖPNV-Taxi entwickelt sich im Landkreis Görlitz vom Modellversuch zum echten Zukunftsmodell für das Taxigewerbe. Nach dem erfolgreichen Start im Raum Weißwasser soll das Projekt „PriMa+ÖV“ des Verkehrsverbundes Oberlausitz-Niederschlesien (ZVON) nun nahezu auf den gesamten Landkreis ausgeweitet werden.

Seit Mai letzten Jahres bringen Taxis Fahrgäste als flexible Zubringer zu Bus- und Bahnhaltestellen. Der Clou: Kundinnen und Kunden zahlen pauschal fünf Euro, ermäßigt drei Euro – den Rest gleicht der ZVON aus. Für die Taxiunternehmen läuft dabei ganz normal der Taxameter, wirtschaftliche Nachteile entstehen nicht. Im Gegenteil: Das ÖPNV-Taxi wird zunehmend als zusätzliches Standbein wahrgenommen.

Zwischen 5 und 22 Uhr fahren die Ruf-Taxis Menschen aus schlecht angebundenen Orten zur nächsten Haltestelle. Gebucht wird per Smartphone oder neuerdings auch telefonisch über das ZVON-Kundencenter. Monatlich werden inzwischen rund 60 Fahrten gezählt – Tendenz steigend, auch wenn das Angebot nach Einschätzung des Verbundes noch zu wenig bekannt ist.

Die Nutzerstruktur ist laut ZVON breit gefächert: Pendler, Schüler, Touristen und Arztpatienten greifen gleichermaßen auf das Angebot zurück – zu Tagesrandzeiten ebenso wie tagsüber. Für Taxibetriebe besonders interessant: In anderen Regionen, etwa im Baden-Württembergischen Freudenstadt, hat ein vergleichbares Modell bereits zu mehr Konzessionen und stabileren Umsätzen geführt.

Ab Februar startet das ÖPNV-Taxi auch in Görlitz, Niesky und Zittau. Lediglich im Raum Löbau wird noch ein geeigneter Taxipartner gesucht. Eine Ausweitung in den benachbarten Landkreis Bautzen scheiterte bislang, laut einem Bericht des MDR, an strukturellen und organisatorischen Hürden.

Zusätzlich erweitert der ZVON sein Mobilitätsportal ab sofort um private Mitfahrgelegenheiten. Unternehmen und Pendler sollen sich zusammenschließen, so Fahrgemeinschaften bilden, Kosten sparen und Parkflächen entlasten. Abgerechnet werden diese Fahrten nicht über den Verbund – Preisabsprachen erfolgen direkt zwischen den Beteiligten.

Mit Informationsveranstaltungen und Workshops will der ZVON das Projekt weiter bekannt machen. Für viele Taxiunternehmer im Landkreis Görlitz steht schon jetzt fest: Das ÖPNV-Taxi ist mehr als ein Experiment – es ist eine reale Chance für mehr Umsatz im Wandel der Mobilität. nu

Beitragsfoto: Symbolbild Bushaltestelle ÖPNV, pixabay

Tags: GörlitzÖPNVPriMa+ÖVZVON
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Nicola Urban

Die Journalistin war als Hörfunk-Nachrichtenredakteurin mehrere Jahre mit Taxis auf den Münchner Straßen unterwegs und auch ihre bessere Hälfte ist beruflich eng mit dem Taxigewerbe verwurzelt – seit dem brennt sie für das Gewerbe, ist die eierlegende Wollmilchsau der Taxi Times und unterstützt sowohl redaktionell als auch in der Verwaltung.

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