In Dortmund sind alle Gutscheine für das Frauen-Nacht-Taxi vergriffen – doch der Großteil der Fahrten steht noch aus. Für die örtlichen Taxiunternehmen bedeutet das: Bis Ende November wartet ein beachtlicher Zusatzumsatz.
Seit dem Start des Projekts Ende Juli letzten Jahres standen insgesamt 18.750 Gutscheine mit einem Einzelwert von jeweils acht Euro zur Verfügung. Damit umfasst das Fördervolumen insgesamt 150.000 Euro. Bereits nach einem Monat waren bereits 7.300 Gutscheine ausgegeben, allerdings erst 200 eingelöst worden. Bis heute wurden 2.850 Gutscheine für Taxifahrten verwendet. Rein rechnerisch sind damit noch 15.900 Gutscheine – und ein Fördervolumen von über 127.000 Euro – im Markt, die bis zum 30. November diesen Jahres abgefahren werden können. Sofern diese Fahrten über die Taxi Dortmund eG telefonisch oder per App bestellt werden, garantiert die Vermittlungszentrale, dass für diese Fahrten ausschließlich geprüfte Qualitätstaxis eingesetzt werden.
Die Gutscheine gelten an allen Tagen der Woche jeweils zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens. Pro Fahrt kann ein Gutschein angerechnet werden, sofern die Tour im Stadtgebiet Dortmund beginnt; das Fahrtziel darf auch außerhalb der Stadtgrenzen liegen. Ausgegeben wurden die Gutscheine ausschließlich in den Kundencentern von DSW21, pro Person maximal sechs Stück.
Das Pilotprojekt wurde von der Stadt Dortmund gemeinsam mit DSW21 und der Taxi Dortmund eG entwickelt. Ziel ist es, Frauen nachts auf der „letzten Meile“ ein sicheres Heimkommen zu ermöglichen und so ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nachhaltig zu stärken.
Stefan Szuggat, Dezernent für Planen, Umwelt und Wohnen, sieht sich durch die starke Nachfrage bestätigt: Viele Frauen hätten sich mit Gutscheinen eingedeckt, das unterstreiche den Bedarf. Das Projekt soll ausgewertet und eine mögliche Fortführung zeitnah geprüft werden.
Für das Dortmunder Taxigewerbe ist vor allem eines bemerkenswert: Über 80 Prozent der ausgegebenen Gutscheine sind noch nicht eingelöst worden. Die Nachfrage ist also gesichert – die Umsätze kommen erst noch.
Gerade in den traditionell schwächeren Nachtstunden dürfte das Programm damit in den kommenden Monaten für zusätzliche, geförderte Fahrten sorgen. nu
Beitragsfoto: Axel Rühle





