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150.000 Euro Nacht-Potenzial: Dortmunds Taxler erwarten Gutschein-Schub

von Nicola Urban
21. Februar 2026
Lesedauer ca. 2 Minuten.
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150.000 Euro Nacht-Potenzial: Dortmunds Taxler erwarten Gutschein-Schub
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In Dortmund sind alle Gutscheine für das Frauen-Nacht-Taxi vergriffen – doch der Großteil der Fahrten steht noch aus. Für die örtlichen Taxiunternehmen bedeutet das: Bis Ende November wartet ein beachtlicher Zusatzumsatz.

Seit dem Start des Projekts Ende Juli letzten Jahres standen insgesamt 18.750 Gutscheine mit einem Einzelwert von jeweils acht Euro zur Verfügung. Damit umfasst das Fördervolumen insgesamt 150.000 Euro. Bereits nach einem Monat waren bereits 7.300 Gutscheine ausgegeben, allerdings erst 200 eingelöst worden. Bis heute wurden 2.850 Gutscheine für Taxifahrten verwendet. Rein rechnerisch sind damit noch 15.900 Gutscheine – und ein Fördervolumen von über 127.000 Euro – im Markt, die bis zum 30. November diesen Jahres abgefahren werden können. Sofern diese Fahrten über die Taxi Dortmund eG telefonisch oder per App bestellt werden, garantiert die Vermittlungszentrale, dass für diese Fahrten ausschließlich geprüfte Qualitätstaxis eingesetzt werden.

Die Gutscheine gelten an allen Tagen der Woche jeweils zwischen 22 Uhr abends und 6 Uhr morgens. Pro Fahrt kann ein Gutschein angerechnet werden, sofern die Tour im Stadtgebiet Dortmund beginnt; das Fahrtziel darf auch außerhalb der Stadtgrenzen liegen. Ausgegeben wurden die Gutscheine ausschließlich in den Kundencentern von DSW21, pro Person maximal sechs Stück.

Das Pilotprojekt wurde von der Stadt Dortmund gemeinsam mit DSW21 und der Taxi Dortmund eG entwickelt. Ziel ist es, Frauen nachts auf der „letzten Meile“ ein sicheres Heimkommen zu ermöglichen und so ihre Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nachhaltig zu stärken.

Stefan Szuggat, Dezernent für Planen, Umwelt und Wohnen, sieht sich durch die starke Nachfrage bestätigt: Viele Frauen hätten sich mit Gutscheinen eingedeckt, das unterstreiche den Bedarf. Das Projekt soll ausgewertet und eine mögliche Fortführung zeitnah geprüft werden.

Für das Dortmunder Taxigewerbe ist vor allem eines bemerkenswert: Über 80 Prozent der ausgegebenen Gutscheine sind noch nicht eingelöst worden. Die Nachfrage ist also gesichert – die Umsätze kommen erst noch.

Gerade in den traditionell schwächeren Nachtstunden dürfte das Programm damit in den kommenden Monaten für zusätzliche, geförderte Fahrten sorgen. nu

Beitragsfoto: Axel Rühle

Tags: DortmundFrauennachttaxiGutscheineLetzte MeileUmsatzUmsatzplus
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Nicola Urban

Die Journalistin war als Hörfunk-Nachrichtenredakteurin mehrere Jahre mit Taxis auf den Münchner Straßen unterwegs und auch ihre bessere Hälfte ist beruflich eng mit dem Taxigewerbe verwurzelt – seit dem brennt sie für das Gewerbe, ist die eierlegende Wollmilchsau der Taxi Times und unterstützt sowohl redaktionell als auch in der Verwaltung.

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Kommentare 1

  1. J. Chronor says:
    4 Monaten her

    Diese Gutscheine sind in ihrer Wirkung ein Beitrag zu besserer Sicherheit. Dazu fördert es das Verständnis von Taxi als Verkehrsmittel im öffentlichen Interesse.

    Für das Taxigewerbe ist es ein Ansporn zu besserer Fahrerqualität durch die Auftragsvergabe an besonders qualifizierte Kollegen. Zusätzlich ist es eine Stärkung des nächtlichen Umsatz und eine Umlenkung der Kunden zurück zum Taxi weg vom illegal handelnden Teil des Mietwagengewerbes (MW).

    Diese kommunale Investition in bessere Sicherheit braucht allerdings auch die effiziente Bekämpfung der Seuche „Fake/Pseudo-Taxis“.
    Das MBE (Mindestbeförderungsentgelt) ist vor allem präventiv sehr wirksam. Wenn es ausreichend hoch ist, erspart es den Behörden viel Arbeit.

    Dabei hilft konsequent KI-gestützte Auswertung der von Plattformen und MW zu liefernden Pflichtdaten. Das ist viel effizienter als mühsame vollständige Einzelfallbearbeitung, denn nur vorgeprüfte Fälle landen beim Sachbearbeiter.

    Seit 1.1.2026 müssen durch die TSE (technische Sicherungseinrichtung) von allen Fahrzeugen im Personenbeförderungsgewerbe online diese Daten abrufbar sein. Ausnahmen wie eine Wegstreckenzählerbefreiung für Mietwagen darf es einfach nicht mehr geben. Das ermöglicht den zuständigen Stellen den nötigen gerichtsfesten Einblick in die Realität über Stichproben hinaus.

    Bisher scheitert die konsequente Verfolgung der hier einschlägigen Kriminalität an der Masse an Einzelvorgängen. Das entspricht aber genau der Strategie von UberBolt&Co, das Rechtswesen durch die Masse an Vorfällen zu blockieren. Durch konsequentes, aber trotzdem datenschutzkonformes Einsetzen der Technik kann diese Strategie des massiven Überforderns unterlaufen werden.

    Gleiches Recht für alle.
    Unser demokratischer Rechtsstaat steht durch die Brandstifter (siehe Max Frisch: Herr Biedermann und die Brandstifter) der Globalplattformen auf dem Spiel.

    Antworten

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