Die Braunschweiger Taxenzentrale GmbH & Co. KG wird seit wenigen Tagen von einem Insolvenzverwalter geführt. Der Grund ist eher kurios: Die Zentrale ist nicht mehr geschäftsfähig.
Wie mehrere Medien übereinstimmend berichten, hat das Amtsgericht Braunschweig einen Insolvenzverwalter für die Braunschweiger Taxenzentrale GmbH & Co. KG eingesetzt (Tobias Hartwig). Er verschaffe sich derzeit einen vollständigen Überblick über die wirtschaftliche Lage des Unternehmens und prüfe die Sanierungsoptionen.
Der Grund für die Einleitung des Insolvenzverfahrens ist der Rücktritt des Geschäftsführers Jürgen Hartmann. Rein rechtlich gesehen ist die Taxizentrale, die auch Mitglied im Landesverband GVN ist, hiermit nicht mehr geschäftsfähig.

Hartmann hatte die Taxizentrale mehr als ein Vierteljahrhundert geführt. Über die Gründe des Rücktritts finden sich in den Medien keine Hinweise. Allerdings verweisen die Berichte auf die Probleme, die Braunschweigs Taxibetriebe seit dem Markteintritt von Uber haben. Erst im Juni des Vorjahres hatten sich Vertreter der Taxenzentrale und der zweiten Zentrale, der Taxi-Ruf GmbH, mit einem Offenen Brief an die Braunschweiger Stadtverwaltung gewandt (Taxi Times berichtete).
Würde man die in großen Teilen irregulär arbeitenden Uber-Mietwagen ungebremst agieren lassen, wäre damit die Lebensfähigkeit des traditionellen, gesetzlich regulierten Taxigewerbes gefährden. Die Insolvenz scheint nun zu bestätigen, dass dieser damalige Warnhinweis berechtigt war und die Politik sich nun vorwerfen lassen muss, dies wissentlich zugelassen zu haben.
Laut Medienberichten soll der Geschäftsbetrieb der Taxizentrale weiterlaufen. Der Insolvenzverwalter Hartwig stehe im Austausch mit den sechs Mitarbeitern. Sie sollen die ausstehenden Löhne dann zeitnah über das Insolvenzgeld erhalten.
Die nächsten Schritte des vorläufigen Insolvenzverwalters umfassen die Stabilisierung des Geschäftsbetriebs und die Prüfung, ob eine Fortführung in Kooperation mit einem Partner möglich ist. jh
Beitragsfoto: KI-generiert








Wenn nicht umgehend flächendeckend die illegalen Pseudo/Fake-Taxis aus dem Verkehr gezogen werden, wird das Zentralensterben ungebremst weiter gehen.
Gewerbeeigene Fehler sind in diesem Zusammenhang vorhanden, allerdings haben die zuständigen Stellen von Amts wegen zu handeln.
Diese Behörden haben seit mehr als einem Dutzend Jahren mit dem Auftreten der bestens bekannten Taxi-Systemzerstörer, gemeint sind die entsprechenden Plattformen, ihre Pflichten sträflich vernachlässigt.
Ehrlich gesagt, hab ich Dich „seit mehr als einem Dutzend Jahren “ vermißt oder übersehen ! Bis vor relativ kurzer Zeit. Aber schmeiß jetzt nicht hin.