Mit einem außergewöhnlichen Angebot für die professionelle Personenbeförderung will die Next-Van GmbH die Taxiunternehmer ansprechen. Knapp sechs Meter misst der vollelektrische Farizon SV100 in der L3H3-Version. Der E-Transporter kann als Inklusionstaxi speziell für die Beförderung von Menschen im Rollstuhl umgerüstet werden.
Der Farizon SV100 L3H3 richtet sich vor allem an Taxi- und Mietwagenunternehmen, Fahrdienste sowie Anbieter von Kranken- und Rollstuhlbeförderungen. Wie Michael Menkhoff, Geschäftsführer des deutschen Vertriebspartners Next-Van aus Viersen mitteilte, wird der Wagen nach speziellen Wünschen der Kunden beim bekannten Umrüstbetrieb DVI-Mobile, ebenfalls in Viersen ansässig, aufwändig zum Inklusionstaxi umgebaut.

Die Ausgangsbasis bildet ein 5.995 mm langer, 1.980 mm breiter und 2.500 mm hoher Elektrotransporter mit 3.850 mm Radstand und einem zulässigen Gesamtgewicht von 3,5 Tonnen. Das Fahrzeug bietet in der L3H3-Ausführung ursprünglich 13 Kubikmeter Ladevolumen. Serienmäßig vorgesehen sind laut Next-Van ein M1-Systemfahrzeugboden, Einzelsitze nach ISO 10542, Automatik-Schulter-Schräggurte, ein Haltegriff, LED-Dachblinker und eine Ablagebox für die Retraktoren. Taxi-spezifisch kommen eine Vorrüstung für den Taxameter sowie ein Dachhalter für das Taxi-Schild hinzu.

Die Sitze verfügen über einen Einhand-Schnellverschluss und können entsprechend dem jeweiligen Beförderungsbedarf umgesetzt oder herausgenommen werden. Dadurch lässt sich der SV100 beispielsweise zwischen klassischem Großraumtaxi und Rollstuhlbeförderung variabel konfigurieren.
Next-Van gibt an, dass bis zu vier Rollstuhlplätze gleichzeitig realisierbar sind. Je nach Konfiguration stehen dafür eine Aluminium-Faltrampe oder ein vollautomatischer Linearlift zur Verfügung. Der angebotene Lift besitzt eine Tragfähigkeit von 400 kg und erfüllt laut Anbieter die DIN 75078-1. Besonders hervorzuheben sind die nachgerüstete elektrische Seitentür sowie die automatisch ausfahrende Trittstufe.
Auch das Basisfahrzeug bringt eine umfangreiche Sicherheits- und Komfortausstattung mit. Dazu zählen unter anderem ein adaptiver Tempomat, 360-Grad-Rundumsicht, Totwinkel- und Spurhalteassistent, Fahrerüberwachung, Querverkehrswarnung sowie ein erweitertes Notbremssystem. Apple CarPlay und Android Auto, eine automatische Klimaanlage und ein 12,3-Zoll-Multimediasystem gehören ebenfalls zur aufgeführten Ausstattung.
Angeboten werden auch weitere Fahrzeuglängen und Batteriegrößen. Die L2H1-Variante mit 83-kWh-Batterie für 346 Kilometer WLTP-Reichweite,der L2H3 mit 83 kWh und 336 Kilometer Reichweite und der SV100 L3H3 mit 106-kWh-Batterie und 398 Kilometer Reichweite. Als Orientierung nennt Next-Van in der vorliegenden Preisliste für den Farizon SV L2H1 69.400 Euro netto. Der L2H3 wird mit 74.900 Euro netto, der SV100 L3H3 mit 80.500 Euro netto angegeben. Schnellladen ist mit bis zu 140 kW möglich.
Der Farizon SV100 ist in der Regel mit zwei Sitzen (auf Kundenwunsch drei) in der ersten Sitzreihe und bis zu sieben Sitzen im Fahrgastraum ausgestattet. Maximal können – in Abhängigkeit von deren Abmessungen – vier Rollstühle befördert werden. Es gilt aber, dass maximal neun Personen im SV100 zugelassen sind.
Für Taxiunternehmen könnte der Farizon SV vor allem dort interessant sein, wo ein Fahrzeug möglichst viele Aufgaben übernehmen soll: Großraumtaxi im Alltag, barrierefreie Beförderung bei Bedarf und rein elektrischer Betrieb insbesondere im Stadt- und Regionalverkehr. Letzteres ist vor allem für Hamburger Unternehmer wichtig, weil dort der bereits gültige Zulassungsstopp für Verbrenner-Taxis bald auch für Neunsitzer-Vans kommen soll. Deshalb wird die Next-Van GmbH den SV100, der bereits im Mai auf der RETTmobil in Fulda zu sehen war, Hamburger Taxiunternehmern auf einem Inklusionstaxentag vorstellen. Auch auf der Taximesse im November wird die Next-Van GmbH mit dem Farizon SV100 auf dem Messestand von DVI zu sehen sein. sg
Beitragsfoto: Farizon SV L2H1 Foto: Nect-Van GmbH






