Dienstag, 24. Februar 2026
  • Anmelden
+49 8634 2608577
  
Taxi Times
Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse
  • Start
  • Taxi ist wertvoll!
  • Taxitarif
    • Taxitarife in Deutschland und Österreich: der aktuelle Stand
    • Taxitarifmeldungen
  • Politik
  • Wettbewerb
  • International
  • Fahrzeuge
  • Abonnement
  • Service
    • Abonnement
    • Bestellung einzelner Ausgaben
    • Abonnement kündigen
    • Newsletter
    • E-Kiosk
    • Mediadaten
    • Taxi-Termine
    • Taxi-Songs
  • Start
  • Taxi ist wertvoll!
  • Taxitarif
    • Taxitarife in Deutschland und Österreich: der aktuelle Stand
    • Taxitarifmeldungen
  • Politik
  • Wettbewerb
  • International
  • Fahrzeuge
  • Abonnement
  • Service
    • Abonnement
    • Bestellung einzelner Ausgaben
    • Abonnement kündigen
    • Newsletter
    • E-Kiosk
    • Mediadaten
    • Taxi-Termine
    • Taxi-Songs
Taxi Times
Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse
Start Politik

Bedenken zum 6-Euro-Taxipreis

von Nicola Urban
24. Februar 2026
Lesedauer ca. 2 Minuten.
0
Bedenken zum 6-Euro-Taxipreis

Hansataxi und Free Now by Lyft betreiben gemeinsam einen On-Demand-Verkehr am Stadtrand und bedienen damit die letzte Meile. Ein Taxivertreter aus der Hamburger Mittelstands- und Wirtschaftsunion äußert dazu seine Bedenken.

Ugur Ünnü ist Beisitzer für migrantische Betriebe, Ausbildung und Mobilität in der Hamburger Mittelstands- und Wirtschaftsunion. Als Mitglied des Gewerbeverbands LPVG nahm er auch am Treffen des Glückstädter Kreises teil und hat dort gegenüber Taxi Times von den Bauchschmerzen berichtet, die er hinsichtlich der vor kurzem eingeführten Testphase eines On-Demand-Dienstes am Hamburger Stadtrand sieht. Hansataxi und Free Now wollen dort die sogenannten Letzte-Meile-Fahrten zu einem Taxi-Festpreis von sechs Euro anbieten.

Ünnü sieht das differenziert: Die bessere Anbindung von Randgebieten und Randzeiten sei unstrittig. Gerade Schichtarbeiter, ältere Menschen oder Familien seien auf verlässliche Verbindungen zur U- und S-Bahn angewiesen. Entscheidend sei jedoch, dass bei „On-Demand“-Angeboten sauber zwischen den Verkehrsformen getrennt werde – nicht als juristische Spitzfindigkeit, sondern als Grundsatzfrage der Marktordnung.

Er verweist darauf, dass Linienverkehr (§ 42 PBefG) klar von Linienbedarfsverkehr (§ 44 PBefG) und Gelegenheitsverkehr (§ 46 PBefG) zu unterscheiden sei. Während der Linienbedarfsverkehr als flexible Ergänzung des ÖPNV gedacht ist und rechtlich dem Linienverkehr zugeordnet bleibt, unterliegt der Gelegenheitsverkehr – also insbesondere das Taxi – eigenen, klar definierten Regeln wie Tarifpflicht, Betriebs- und Beförderungspflicht. Ein System dürfe nicht faktisch wie ein Taxi funktionieren, sich aber nur die jeweils passenden Regeln herausgreifen. Gerade bei der Tarifbindung gehe es um einen zentralen Ordnungsrahmen des Gewerbes.

Kritisch bewertet Ünnü zudem die wirtschaftliche Dimension des 6-Euro-Festpreises. Für diesen Betrag lasse sich weder ein kostendeckender Betrieb noch eine faire Entlohnung dauerhaft darstellen – unabhängig davon, ob das Angebot als Linienbedarfsverkehr oder anders eingeordnet werde. Sollte ein solches Modell nur durch öffentliche Mittel oder Quersubventionierung tragfähig sein, handele es sich nicht um eine marktwirtschaftliche Ergänzung, sondern um einen subventionierten Parallelmarkt. Das sei politisch sensibel, weil es am Ende jene Betriebe treffe, die bislang eigenverantwortlich investieren und die Versorgung sicherstellen.

Hinzu komme die strukturelle Frage nach der Steuerung: Wenn Plattformen langfristig die Mobilität dominierten, entstünden Abhängigkeiten von Vermittlern, die selbst keine Fahrzeuge betrieben und keine unmittelbare Verantwortung für die lokale Daseinsvorsorge trügen. Mobilität in Randlagen sei jedoch Teil öffentlicher Grundversorgung und dürfe nicht zur reinen Plattformlogik verkommen.

Kurzfristig möge eine 6-Euro-Fahrt attraktiv erscheinen. Langfristig bestehe jedoch die Gefahr, dass gewachsene Strukturen geschwächt würden. Gerade nachts, bei Krankheit oder bei dringenden Fahrten zeige sich, wie wichtig ein flächendeckend verfügbares Taxiangebot nach wie vor sei. Diese Verlässlichkeit werde im Alltag oft unterschätzt.

Ünnü verweist schließlich auf die Bedeutung der Branche für Hamburg: Rund 5.000 Arbeitsplätze und etwa 2.200 mittelständische Unternehmen hingen am Taxigewerbe. Diese Struktur dürfe nicht durch Modelle verdrängt werden, die rechtlich unscharf und wirtschaftlich mehr als fragwürdig seien.

Sein Appell lautet daher: Wenn über On-Demand-Verkehre diskutiert werde, dann transparent, rechtskonform und mit klarer politischer Verantwortung. Alles andere möge kurzfristig attraktiv klingen – könne aber langfristig ordnungspolitische und wirtschaftliche Schäden verursachen, die sich letztlich kaum noch korrigieren ließen. nu

Beitragsfoto: Ugur Ünnü in Glückstadt, Foto: Taxi Times

Tags: FreeNowFreenow by LyftHansataxiLyftOn-Demand-Verkehr
TeilenTweetSendenSendenTeilenTeilen

Nicola Urban

Die Journalistin war als Hörfunk-Nachrichtenredakteurin mehrere Jahre mit Taxis auf den Münchner Straßen unterwegs und auch ihre bessere Hälfte ist beruflich eng mit dem Taxigewerbe verwurzelt – seit dem brennt sie für das Gewerbe, ist die eierlegende Wollmilchsau der Taxi Times und unterstützt sowohl redaktionell als auch in der Verwaltung.

Ähnliche Artikel

Robotaxis kommen nach Hamburg
Autonomes Fahren

Robotaxis kommen nach Hamburg

15. Februar 2026
New York City: überraschendes Ende eines Alptraums
Arbeitsrecht

New York City: überraschendes Ende eines Alptraums

4. Februar 2026

Schreibe einen Kommentar Antwort abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Top-Themen unserer Regionalseiten

Berlin

Uber-Problem in Berlin und Umland: Barnim setzt auf Kontrollen statt MBE

Hamburg

Robotaxis kommen nach Hamburg

München

Scheinangriff auf den Münchner-Taxi-Standard

Werbung
 
Taxi Times

Taxi Times ist eine Informationsplattform, die mit Printmedien, über Internet und soziale Medien, per Newsletter und über einer eigenen Taxi Times App sowie einen YouTube-Kanal über die Themen der gewerblichen Personenbeförderung in Deutschland, Österreich und der Schweiz berichtet und dabei auch stets den Blick auf die internationale Taxiszene richtet.

  • Kontakt
  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz

© 2025 Taxi Times - Das Fachmagazin für die Taxibranche

Werben auf taxi-times.com

Sie wollen ihr Produkt auf taxi-times.com bewerben? Wir bieten ihnen viele Möglichkeiten, sowohl Digital als auch in Print. Details finden Sie in den Mediadaten.

Mediadaten

Newsletter Anmeldung

Willkommen bei Taxi Times!

Melden Sie sich mit Ihrem Account an.

Passwort vergessen?

Rufen Sie Ihr Passwort ab

Bitte geben Sie Ihren Benutzernamen oder Ihre E-Mail-Adresse ein, um Ihr Passwort zurückzusetzen.

Anmelden
Keine Ergebnisse
Zeige alle Ergebnisse
  • Start
  • Abonnement
  • Taxi ist wertvoll!
  • Taxitarife
  • Politik
  • Wettbewerb
  • International
  • Fahrzeuge
  • Service
    • Abonnement
    • Bestellung einzelner Ausgaben
    • Newsletter
    • E-Kiosk
    • Mediadaten
    • Taxi-Termine
    • Abonnement kündigen
  • Taxi Times | Berlin
  • Taxi Times | Hamburg
  • Taxi Times | München

© 2025 Taxi Times - Das Fachmagazin für die Taxibranche.

Diese Website benutzt Cookies. Wenn Sie die Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.