Die knapp 60 verbliebenen Genossen der Taxi Frankfurt eG haben sich für einen Verkauf ihrer Anteile an die SafeDriver Group entschieden.
Nun ist es also beschlossene Sache: Die Generalversammlung der Taxi Frankfurt eG hat gestern einem Kaufangebot der SafeDriver Group aus Berlin den Zuschlag erteilt. Bis Ende April soll der Kauf final abgewickelt sein. SafeDriver ist seit Jahren der Generalunternehmer für Uber in Deutschland.
Die Verhandlungen zwischen den Vorständen Clüver und Marx und Thomas Mohnke für die Uber-Seite laufen seit mehr als einem Jahr. Publik geworden waren sie erstmals im vergangenen Herbst während eines Treffen des Zentralenverbunds von Taxi Deutschland, dem Marten Clüver als Vorstandsvorsitzender vorsteht.
Über die gestrige Entscheidung wurden heute die Mitglieder und Teilnehmer der Taxi-Vermittlungszentrale informiert (das Schreiben liegt unserer Redaktion vor). Die Entscheidung sei mit großer Mehrheit gefallen, heißt es in dem Schreiben, das von den Vorständen Marten Clüver, Roman Marx und Ufuk Gergin unterzeichnet worden ist, und in dem das Wort „Uber“ nicht ein einziges Mal auftaucht.
Die Taxi Frankfurt eG vermittelt ihre Fahrten an einen Großteil aller in Frankfurt zugelassenen Taxis. Die meisten davon sind vertraglich als „Teilnehmer“ an die Zentrale angeschlossen. Zu den stimmberechtigten Genossen zählen noch lediglich 60 Mitglieder, von denen ein großer Teil nicht mehr im Fahrdienst aktiv ist.
In dem Schreiben informieren Clüver, Marx und Gergin die Beschäftigten und Teilnehmer, dass sich durch die Übernahme zunächst einmal nichts ändern werde. „Der Geschäftsbetrieb und alle Verträge laufen unverändert weiter.“
Die SafeDriver Group habe erklärt, den Geschäftsbetrieb stabilisieren zu wollen und die Taxizentrale zukunftssicher fortzuführen. Zudem wolle man die Auftragslage der angeschlossenen Taxibetriebe verbessern und so die Arbeitsplätze absichern.
Dabei setze der Uber-Generalunternehmer „auf die gewachsenen Strukturen und Kompetenzen sowie das gestandene Team.“ Der Standort Frankfurt am Main bleibe erhalten.
„Die Erwerberin bekennt sich ausdrücklich zur Dienstleistung Taxi“, heißt es in dem Schreiben. Und weiter: „Für unsere Anschlusspartner sind neue, attraktive Angebote geplant. Das Zukunftskonzept dazu ist fertig ausgearbeitet.“ jh
Beitragsbild: die Frankfurter Genossen Roman Marx und Marten Clüver und Ennoo-Safedriver-Geschäftsführer Thomas Mohnke; Fotos und Collage: Taxi Times





