Die Talex Mobile Solution GmbH bringt heute eine neue App „Taxi.de“ auf den Markt und verspricht damit „Infrastruktur statt Plattformlogik“.
Mit dem heutigen Rollout einer völlig neu gestalteten Taxi-App bringt Taxi.de eine neue digitale Infrastruktur für das Taxigewerbe in den Markt. „Ziel ist es, Taxiunternehmen digital sichtbarer zu machen, die direkte Kundenbindung zu stärken und Wiederbestellungen ohne provisionsbasierte Plattformlogik zu ermöglichen“, heißt es dazu in einer Pressemitteilung der Talex Mobile Solutions GmbH, hinter der das im Taxigewerbe weit verbreitete Vermittlungssystem „Taxi.de“ steckt.
Die jetzige Lösung erfüllt primär zwei Funktionen: Ein Verzeichnis, über das Taxiunternehmen und Zentralen sichtbar und direkt auffindbar werden, sowie eine Favoritenfunktion, über die Fahrgäste Taxiunternehmen speichern und später direkt erneut bestellen können.
Zum heutigen offiziellen Start umfasst die App bereits mehr als 9.000 Taxis aus 590 Betrieben und Zentralen. Zudem wurden bereits über 32.000 individualisierte QR-Code-Aufkleber hergestellt. Die App sorgt für eine automatische Verknüpfung zwischen Fahrgast und Taxiunternehmen. Wie das abläuft, beschreibt Alexander von Brandenstein, Geschäftsführer von Talex, folgendermaßen: „Wird die App über einen persönlichen Link geöffnet – zum Beispiel aus einer Anfahrts-SMS, über die Website eines Taxiunternehmens, per QR-Code im Fahrzeug oder via NFC, wird das jeweilige Unternehmen direkt als Favorit hinterlegt. Dadurch entsteht eine digitale Wiederbestelllogik, die nicht auf anonymer Vermittlung, sondern auf der bestehenden Beziehung zwischen Fahrgast und Taxiunternehmen aufbaut.“

Von Brandenstein betont ausdrücklich, dass die neue App nicht als klassische Vermittlungsplattform, sondern als digitale Infrastruktur des Gewerbes konzipiert wurde. „Das Taxi braucht keine weitere Plattform. Es braucht eine gemeinsame digitale Infrastruktur. Mit der neuen App schaffen wir einen digitalen Zugang, der das Gewerbe stärkt, statt es in neue Abhängigkeiten zu führen. Dazu gehört ausdrücklich, dass Unternehmen nicht über bezahlte Rankings oder erkaufte Sichtbarkeit bevorzugt werden. Im Verzeichnis werden Betriebe im Umkreis in zufälliger Reihenfolge dargestellt.“
Die Verbreitung der App erfolgt über bestehende Kundenkontaktpunkte, insbesondere über Anfahrts-SMS, Websites, QR-Codes, NFC und sichtbare Fahrzeugkennzeichnung.
Die Nutzung der App verursacht keine Vermittlungsgebühren. Man wolle dem Taxigewerbe damit „einen eigenen digitalen Zugang zum Fahrgast sichern – ohne Vermittlungsgebühren, ohne Pay-to-Rank Mechanismen und ohne Verlagerung der Kundenbeziehung auf Dritte. Die Kundenbeziehung darf im digitalen Markt nicht an Dritte verloren gehen“, so von Brandenstein. „Die digitale Entwicklung des Taxis darf nicht dazu führen, dass der direkte Kontakt zwischen Betrieb und Fahrgast verloren geht. Genau hier setzt die neue Infrastruktur an.“
Taxi.de betont, dass die Teilnahme an dieser Infrastruktur grundsätzlich auch solchen Betrieben offensteht, die keine Taxi.de-Software nutzen. Allerdings müssen die mitmachenden Taxibetriebe bestimmte Voraussetzungen erfüllen. Diese sind in einer „Teilnahmeordnung“ definiert. jh
Beitragsfoto: Collage Talex Mobile Solutions GmbH







