Beim diesjährigen Event für Unternehmer im Airport-Center der Berliner Mercedes-Benz-Niederlassungen gab es neben den üblichen Fachgesprächen und dem großzügigen Catering auch Ingenieure aus der Fahrzeugentwicklung und einen Prototypen hautnah zu erleben.

Die Veranstaltungen im Airport-Center Schönefeld sind schon allein wegen der Location besondere Events, denn der helle, gläserne Bau bringt nicht nur die ausgestellten Fahrzeugmodelle optisch besonders gut zur Geltung. Die ganze Atmosphäre passt zum ungebrochen guten Verhältnis des Berliner Taxigewerbes zum hiesigen Mercedes-Benz-Personal: Während viele in der Branche sich von der Marke allgemein nicht mehr wichtig genommen fühlen und enttäuscht sind, gibt man sich hier ganz besondere Mühe, das Taxigewerbe weiterhin zufriedenzustellen und die guten Kontakte zu pflegen. Das war bereits vor einem Jahr deutlich zu spüren, als das Team um Verkaufsleiter Alexander Wiedemann und die Taxi-Ansprechpartner Hüseyin und Muhammed Ergün mit einem neuen E-Klasse-Taxi als Knaller überraschten.

Der gleiche Wagen glänzte auch diesmal im Besucherbereich und diente so manchem als Fotomotiv, als das Center erneut „von inspirierenden Fachgesprächen, wertvollen Begegnungen und spürbarer Begeisterung für alles, was unsere Branche bewegt“, erfüllt war, wie man bei Mercedes selbst treffend resümiert. Die E-Klasse war allerdings nur selten als Stillleben zu fotografieren, sondern meist mit interessierten Besuchern, die mit einem der Ergün-Brüder oder weiteren Mitarbeitern sprachen und sich Einzelheiten an dem Wagen erläutern ließen.

Mercedes-Benz kann aber natürlich sehr viel mehr als nur E-Klasse. Im Mittelpunkt standen ebenso neue Produkthighlights wie der vollelektrische CLA Shooting Brake, der neue vollelektrische GLC, die speziellen Lösungen für Taxiunternehmen (siehe unten) sowie eine Neuheit, die Mercedes-Benz als „unser Entwicklungsfahrzeug – der Vorbote für unseren baldigen Produktzuwachs“ bezeichnet. Standort- und Kundendienstleiter Eşref Aras begrüßte in seiner kurzen Ansprache die Gäste, dankte ihnen für ihre Treue und lud sie zu einer Probefahrt ein. Seinen Kollegen dankte er für die professionelle Organisation der Veranstaltung.

Zum Programm des Mercedes-Nachmittags gehörte dann neben einem Vortrag des Bürgermeisters von Schönefeld über ein Stadtentwicklungsprojekt in der Umgebung der Mercedes-Benz-Niederlassung auch noch ein Vortrag von Tim Wölfel, Teamleiter in der Fahrzeugentwicklung bei Mercedes-Benz in Stuttgart. Er gab spannende Einblicke in seine Arbeit, auch per Vorführung eines kurzen Films. Sein Team betreut besondere Projekte: die Entwicklung von Elektrofahrzeugen, bei denen die Reichweite kein Thema mehr sei. Das aktuelle Produkt, ein Fahrzeug mit der Aufgabenstellung, in acht Tagen einmal um die Welt fahren zu können, habe einen Weltrekord bei der Reichweite aufgestellt. Wölfel erzählte vom spannenden Rennen gegen die Zeit, bei dem auch extrem schnelles Laden entscheidend gewesen sei. Als der Rekord geschafft war, sei von allen Beteiligten eine große Last abgefallen.
Dann die Sensation: Wölfel selbst war mit dem Prototyp aus Stuttgart angereist. Das noch nicht erhältliche Fahrzeug wurde den Besuchern präsentiert. Ein Tor öffnete sich, und der Mercedes VLE mit Erlkönig-Beklebung rollte, begleitet von feierlicher Musik, majestätisch in den Vortragssaal. Am Steuer saß Projektleiter Dalibor Resic, der im Anschluss von seinen Erlebnissen bei der Entwicklung des neuen Fahrzeugs berichtete. VLE steht für Variabel, Limousine, E-Klasse-Niveau. Das Fahrzeug läute eine neue Ära ein und kombiniere „das beste aus zwei Welten“: den Fahrkomfort und das Handling einer Limousine und die Geräumigkeit, Vielseitigkeit und Flexibilität eines MPV (Multi Purpose Vehicle). Der extrem variable und vielseitige VLE wird in vier Varianten in den Handel kommen. Die geladenen Gäste im Airport-Center kamen schon jetzt in den Genuss, ihn fotografieren und anfassen zu können. Die Schönefelder Mercedes-Niederlassung hatte zu diesem Zweck nicht nur die Vertreter des Taxigewerbes, sondern auch Unternehmer aus vielen anderen Sparten eingeladen.

Zu den geladenen Gästen aus dem Taxigewerbe gehörten nicht nur Unternehmer aus Berlin und Umgebung, sondern auch Gewerbevertreter aus Berlin, Brandenburg, Bayern und Nordrhein-Westfalen. Neben Taxi Deutschland Berlin und dem Taxiverband Berlin, Brandenburg waren besonders personalstark die „Innung“ des Berliner Taxigewerbes und der Taxi- und Mietwagenverband Deutschland vertreten, außerdem Funktaxi Bernau aus dem Landkreis Barnim. Dessen Vertreter Bernd Bachmann sowie Thomas Kroker und Nico Höttges vom TMV hatten das Event bei Mercedes-Benz sogar gezielt für ihr persönliches Kennenlernen ausgewählt. Das erwähnte der Dachverband im Nachgang auch in seiner Pressemitteilung: „Hier standen der unfaire Wettbewerb durch Mietwagen-Plattformen sowie der Schutz des traditionellen Taxigewerbes im Fokus des Gesprächs“, so der TMV über den Austausch. Bekannt sei Bachmann „für seinen unermüdlichen Einsatz für das Taxigewerbe. Er spricht mit den Lokalpolitikern, nimmt oft an politischen Fragestunden bei Kreistagsitzungen in Brandenburg teil und vertritt dort das Taxigewerbe. Er fordert regelmäßig strengere Kontrollen von Plattform-Mietwagen durch die Ordnungsbehörden, die Einführung von Mindestbeförderungsentgelten (MBE) um die Existenz von Taxi-Betrieben zu sichern und ein Ende der unkontrollierten Flut an neuen Mietwagenkonzessionen im Berliner Umland.“ Kroker nannte Bachmann einen unermüdlichen Kämpfer für das Gewerbe.

Auch die Vertreter des Mercedes-Benz-Konzerns und seiner Niederlassungen waren wie immer gesuchte Gesprächspartner für die Gewerbevertreter und Unternehmer. Teils in Fachgesprächen, teils in lockeren Plaudereien erfreute man sich am Zusammentreffen und genoss auch das umfang- und abwechslungsreiche kulinarische Angebot in vollen Zügen. Die Besucher bestaunten die ausgestellten Fahrzeuge, lauschten dem ausdauernd für angenehme Stimmung sorgenden Jazz-Trio oder versuchten sich am Fahrsimulator oder am Mini-Basketballgerät.

Der geplante Verkauf sämtlicher Berliner Mercedes-Niederlassungen von Berlin und Brandenburg an die britische Global Auto Holdings (GAHL) war an diesem Tag noch kein Thema. Der Deal wurde erst wenige Tage danach publik.

Wie zuvor kam die Veranstaltung am 7. Mai 2026 bei Unternehmern wie Gewerbevertretern bestens an. Schon vor einem Jahr hatte die Berliner bzw. Schönefelder Niederlassung sich mit ihrer Veranstaltung nicht nur beim Taxigewerbe wieder in das Bewusstsein, sondern auch zurück in die Herzen derjenigen Taxler gebracht, für die Mercedes-Benz schon immer die eine besondere Automarke war. Wie viel dieser Teil der Kundschaft dem Berliner Mercedes-Team bedeutet, wurde bei der Verabschiedung der Besucher nochmals klar: Jeder erhielt beim Verlassen eine Rose. ar





Beitragsbild: Jens Schmiljun (Vorstand Taxi Deutschland) mit Mercedes-Taxi-Verkäufer Hüseyin Ergün; Eşref Aras (Mercedes-Standortleiter) mit Christian Hentschel (Bürgermeister von Schönefeld) und Eberhard Kern (Mercedes-Geschäftsführer Berlin/Brandenburg); Boto Töpfer (Vorsitzender des Taxiverbandes Berlin, Brandenburg) mit Mercedes-Verkäufer Muhammed Ergün; Bernd Bachmann (Vorsitzender Funktaxi Bernau) mit Nico Höttges (Hauptstadtbüroleiter des TMV) und Thomas Kroker (Präsident des TMV – Taxi- und Mietwagenverband Deutschland)
Fotos: Taxi Times







