Eine grausame Gewalttat erschüttert das Taxigewerbe in Tschechien. In der Stadt Šumperk ist eine Taxifahrerin nach einem Messerangriff durch einen Fahrgast gestorben. Zwei weitere Menschen wurden bei der anschließenden Flucht schwer verletzt. Die Tat war Teil seines Plans, sich das Leben zu nehmen.
Nach Angaben der Polizei stieg ein 38-jähriger Mann morgens an einer Tankstelle in ein Taxi. Während der Fahrt griff der Mann die 44-jährige Fahrerin plötzlich mit einem Messer an und stach ihr in den Hals. Anschließend zerrte er die schwer verletzte Frau aus dem Fahrzeug, ließ sie am Tatort zurück und flüchtete mit dem Taxi.
Die Fahrerin wurde kurze Zeit später bewusstlos aufgefunden und zur weiteren medizinischen Versorgung in ein Krankenhaus eingeliefert. Die Polizei leitete sofort eine Fahndung nach dem gestohlenen Fahrzeug ein. Rund zwei Stunden später entdeckten Beamte das fahrende Taxi in einem nahegelegenen Dorf. Der Fahrer ignorierte jedoch die Anhaltezeichen der Polizei und setzte seine Flucht unbeeindruckt fort. Auf einer Landtsraße beschleunigte er auf rund 140 km/h und wechselte gezielt auf die Gegenfahrbahn und lenkt das Taxi in ein entgegenkommendes Fahrzeug, was die Polizei später als erweiterten Suizid einordnete. Bei dem Zusammenstoß wurden der Fahrer und die Beifahrerin des anderen Autos schwer verletzt. Auch der mutmaßliche Täter überlebte den Unfall. Die Polizei nahm den Mann noch am Unfallort fest. Ein Alkoholtest ergab einen Wert von über einem Promille.
Die schwer verletzte Taxifahrerin kämpfte zunächst im Krankenhaus um ihr Leben. Wenige Tage nach dem Angriff erlag sie jedoch ihren schweren Verletzungen. Der 38-jährige Tatverdächtige muss sich nun wegen Mordes sowie zweifachen versuchten Mordes vor Gericht verantworten. nu
Beitragsfoto: Symbolbild Trauerkerze, pixabay






