Uber zieht sich mit sofortiger Wirkung aus Nigeria und Uganda zurück. Mediale Bericht darüber machen das Geschäftsprinzip der Plattform deutlich: Zuerst beutet man die eigenen Partner aus und wenn dann immer noch nicht genug Geld verdient ist, überlässt man sie ihrem Schicksal.
In Nigeria war Uber mehr als zehn Jahre aktiv. Wie die Deutsche Welle (DW) und auch andere Medien berichten, bietet das Unternehmen seinen Fahrdienst in Afrika nun noch in Ägypten, Ghana, Kenia und Südafrika an. Bereits im vergangenen Jahr hatte Uber den Betrieb in der Elfenbeinküste und in Tansania eingestellt. Der Konzern erklärte, die aktuelle Entscheidung betreffe ausschließlich Nigeria und Uganda. Eine detaillierte Begründung für den Rückzug nannte er nicht.
Für viele Fahrer waren die Bedingungen schon zuvor schwierig. Steigende Kosten für Kraftstoff, Fahrzeugwartung und Versicherungen treffen auf niedrige Fahrpreise. Hinzu kommen nach Angaben der DW Provisionen von etwa 20 bis 25 Prozent des Fahrpreises. Ein Fahrer aus Abuja schilderte, dass bei einer Flughafenfahrt neben der Uber-Provision auch Einfahrts- und gegebenenfalls Parkgebühren anfallen. „Am Ende des Tages reicht das, was übrigbleibt, einfach nicht mehr aus“, sagte er der DW.
Mit dem Rückzug müssen sich Fahrer nun stärker auf konkurrierende Apps wie Bolt, inDrive oder SafeBoda stützen. Als weitere Belastungen für das Vermittlungsgeschäft nennt der DW-Bericht Inflation und Währungsschwankungen. Ein von ihr befragter Marktbeobachter beschreibt das Problem so: Während Kosten steigen und die Kaufkraft der Fahrgäste sinkt, geraten sowohl die Einkommen der Fahrer als auch die Margen der Plattformen unter Druck. jh
Beitragsfoto: KI-generiert






