Der Verband des privaten gewerblichen Straßenpersonenverkehrs Nordrhein-Westfalen VSPV e.V. geht eigene, ungewöhnliche Wege: Wenige Wochen nach dem Austritt aus dem Dachverband TMV hat man den dort ebenfalls ausgeschiedenen Geschäftsführer engagiert.
Seit Jahresbeginn ist Patrick Meinhardt wieder für das Taxigewerbe unterwegs. Er übernimmt für den VSPV die Funktion des Generalbevollmächtigten und wird Leiter des vom VSPV neu eingerichteten Hauptstadtbüros Berlin. Das teilte der in Dortmund ansässige westfälische Taxiverband mit.
Vor wenigen Wochen hatte der VSPV die Mitgliedschaft beim Taxi- und Mietwagenverband TMV gekündigt. Man wolle die bundespolitischen Aufgaben wieder selbst in die Hand nehmen, heißt es in der Presseerklärung. „Die fachliche Arbeit bleibt weiterhin im starken Rückhalt der Geschäftsstelle in Dortmund verankert“, verkünden der Geschäftsführer Sascha Waltemate und die Vorstände der Taxisparte, Jörg Füchtenschnieder und Rainer Nee.
Mit einem Berliner Hauptstadtbüro wolle man aber für Präsenz, Gespräche und Wirkung dort vor Ort sein, wo Entscheidungen fallen.
Um das zu erreichen, hat der VSPV am 11. Dezember 2025 mit Patrick Meinhardt einen Vertrag abgeschlossen und ihn als Generalbevollmächtigten und Leiter des Hauptstadtsbüros Berlins engagiert. Man setze damit auf Sichtbarkeit, kurze Wege und Durchsetzungskraft in der Bundespolitik unter anderem, weil man als VSPV den TMV zum Jahreswechsel 2025/2026 verlassen habe.
„Es wäre fahrlässig, in das Jahr, in dem die Weichen für die nächste PBefG-Novelle gestellt werden, nicht mit der maximalen Power in Berlin präsent zu sein“, kommentiert Sascha Waltemate die Entscheidung. jh
Beitragsfoto: VSPV






