Nach TMV, GVN und dem LV Bayern meldet sich nun auch der Fachverband Pkw-Verkehr Hessen e.V. (FPH) zu Wort und fordert von der Bundesregierung ausgleichende Maßnahmen für den sprunghaften Preisanstieg der Dieselkraftstoffe.
Während die Taxibranche in ganz Deutschland unter den hohen Dieselpreisen leidet, scheint das im europäischen Ausland nicht der Fall zu sein. „Während die Preise in zahlreichen europäischen Nachbarstaaten lediglich moderat um fünf bis acht Cent pro Liter gestiegen sind, müssen Unternehmen und Verbraucher in Deutschland Preisaufschläge von teilweise über 50 Cent pro Liter verkraften – ein Anstieg von rund 30 Prozent innerhalb kurzer Zeit“, konkretisiert der hessische Verband FPH.

„Diese Entwicklung ist weder plausibel noch allein durch die internationalen Rohölpreise erklärbar“, betont Mathias Hörning, Geschäftsführer der Fachverbände Omnibus- und Pkw-Verkehr Hessen e.V. Der Effekt, wenn die Dieselpreise sprunghaft ansteigen, können auch die bestehenden Verträge mit den Krankenkassen oder auch den Taxitarifen nicht angepasst werden. Die Folge: Taxibetriebe geraten in Schieflage und langfristig gesehen können bei den hohen Kosten die Krankenfahrten nicht mehr verlässlich durchgeführt werden.
Als Mitverursacher für die aktuelle Situation sieht die FPH auch die nationale Preisstruktur in Deutschland. Energiesteuer, CO₂-Bepreisung und Mehrwertsteuer machen hier einen besonders hohen Anteil am Dieselpreis aus. Im EU-Ausland werden in vergleichbaren Situationen gezielt entlastende Maßnahmen ergriffen. In Deutschland hat die Politik bislang keine vergleichbaren Schritte ergriffen.
„Mobilität ist ein elementarer Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge“, so Hörning weiter. „Gerade im Bereich der Personenbeförderung entscheidet sie über die Erreichbarkeit medizinischer Versorgung und damit über das Funktionieren zentraler Bereiche unseres Gesundheitssystems. Wenn die derzeitige Kostenentwicklung ungebremst anhält, geraten sowohl die wirtschaftliche Stabilität der Betriebe als auch die Versorgungssicherheit ernsthaft in Gefahr.“
Die FPH fordert kurzfristig wirksame Maßnahmen von der Bundesregierung. Dazu zählen insbesondere eine zeitlich begrenzte Entlastung bei der Energiesteuer, die Aussetzung der CO₂-Bepreisung sowie weitere geeignete Instrumente zur Stabilisierung der Kraftstoffkosten für das Verkehrsgewerbe.
Beitragsfoto: Symbolbild Tankanzeige, Foto: pixabay







In Berlin fehlen uns seit Jahren schon 30 % des Umsatzes (bedingt durch durch die kriminellen Mietwagen).Seit Anfang diesen Jahres ist es noch schlimmer, wir haben im Durchschnitt 16,00 bis 17,00 Euro Umsatz pro Stunde bei benötigten 31,80 Euro (bedingt durch die Taxischwemme, weil das LABO den Konzessionsstopp unnötig verzögert hat). Wenn mir 10,00 bis 15,00 Euro Umsatz pro Stunde fehlen, dann erscheinen mir 50 Cent mehr für Sprit doch eher harmlos.