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Preisschock an der Zapfsäule – bald ist der Tank leer

von Simon Günnewig
9. März 2026
Lesedauer ca. 2 Minuten.
3
Preisschock an der Zapfsäule – bald ist der Tank leer
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Nach TMV, GVN und dem LV Bayern meldet sich nun auch der Fachverband Pkw-Verkehr Hessen e.V. (FPH) zu Wort und fordert von der Bundesregierung ausgleichende Maßnahmen für den sprunghaften Preisanstieg der Dieselkraftstoffe.

Während die Taxibranche in ganz Deutschland unter den hohen Dieselpreisen leidet, scheint das im europäischen Ausland nicht der Fall zu sein. „Während die Preise in zahlreichen europäischen Nachbarstaaten lediglich moderat um fünf bis acht Cent pro Liter gestiegen sind, müssen Unternehmen und Verbraucher in Deutschland Preisaufschläge von teilweise über 50 Cent pro Liter verkraften – ein Anstieg von rund 30 Prozent innerhalb kurzer Zeit“, konkretisiert der hessische Verband FPH.

Mathias Hörning Ende 2025 bei einer Mitgliederversammlung in Baunatal. Foto: Taxi Times

„Diese Entwicklung ist weder plausibel noch allein durch die internationalen Rohölpreise erklärbar“, betont Mathias Hörning, Geschäftsführer der Fachverbände Omnibus- und Pkw-Verkehr Hessen e.V. Der Effekt, wenn die Dieselpreise sprunghaft ansteigen, können auch die bestehenden Verträge mit den Krankenkassen oder auch den Taxitarifen nicht angepasst werden. Die Folge: Taxibetriebe geraten in Schieflage und langfristig gesehen können bei den hohen Kosten die Krankenfahrten nicht mehr verlässlich durchgeführt werden.

Als Mitverursacher für die aktuelle Situation sieht der FPH auch die nationale Preisstruktur in Deutschland. Energiesteuer, CO₂-Bepreisung und Mehrwertsteuer machen hier einen besonders hohen Anteil am Dieselpreis aus. Im EU-Ausland werden in vergleichbaren Situationen gezielt entlastende Maßnahmen ergriffen. In Deutschland hat die Politik bislang keine vergleichbaren Schritte ergriffen.

„Mobilität ist ein elementarer Bestandteil der öffentlichen Daseinsvorsorge“, so Hörning weiter. „Gerade im Bereich der Personenbeförderung entscheidet sie über die Erreichbarkeit medizinischer Versorgung und damit über das Funktionieren zentraler Bereiche unseres Gesundheitssystems. Wenn die derzeitige Kostenentwicklung ungebremst anhält, geraten sowohl die wirtschaftliche Stabilität der Betriebe als auch die Versorgungssicherheit ernsthaft in Gefahr.“

Der FPH fordert kurzfristig wirksame Maßnahmen von der Bundesregierung. Dazu zählen insbesondere eine zeitlich begrenzte Entlastung bei der Energiesteuer, die Aussetzung der CO₂-Bepreisung sowie weitere geeignete Instrumente zur Stabilisierung der Kraftstoffkosten für das Verkehrsgewerbe.

Beitragsfoto: Symbolbild Tankanzeige, Foto: pixabay

Tags: DieselpreisFachverband Pkw-Verkehr Hessen e. V.Fachverband Pkw-Verkehr Hessen e.V. (FPH)FPHGVNLV BayernTMV
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Simon Günnewig

Als „Redakteur Technik“ betreut er die Fahrzeug- und Zubehör-Themen in den klassischen Print und Onlinekanälen der Taxi-Times. Weiterhin ist er Ansprechpartner für Bewegtbild und digitale Distribution der Taxi Times Inhalte.

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Kommentare 3

  1. Sonja Von Rein says:
    4 Monaten her

    In Berlin fehlen uns seit Jahren schon 30 % des Umsatzes (bedingt durch durch die kriminellen Mietwagen).Seit Anfang diesen Jahres ist es noch schlimmer, wir haben im Durchschnitt 16,00 bis 17,00 Euro Umsatz pro Stunde bei benötigten 31,80 Euro (bedingt durch die Taxischwemme, weil das LABO den Konzessionsstopp unnötig verzögert hat). Wenn mir 10,00 bis 15,00 Euro Umsatz pro Stunde fehlen, dann erscheinen mir 50 Cent mehr für Sprit doch eher harmlos.

    Antworten
  2. J. Chronor says:
    4 Monaten her

    Aus dem tiefen Süden: in Kufstein/A, kostet Diesel heute 187,9;
    auf deutscher Seite die günstigste Tanke 206,9 bis 265,9 auf der A8, Raststätte Samerberg Nord.

    Wer kassiert ist klar. Die Investoren der jeweiligen Firmen schieben diesen Über-Profit ein. Ach wie schön ist Österreich mit seinen gebremsten Preisen, die nicht wie bei uns über den Tag wie ein Jojo rauf und rauf sausen, diesmal offenbar nicht mal runter. Ach wie schön ist Jojospielen wenn es immer nur aufwärts geht wie derzeit. Für die Richtigen.

    Antworten
    • J. Chronor says:
      4 Monaten her

      PS: Um 21:05 wurde von der MTSK für die Raststätte Samerberg Nord ein Dieselpreis von 270,9€ct gemeldet.

      Antworten

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