In Jena ist am vergangenen Donnerstag ein Taxi mitten in der Innenstadt gegen einen Baum geprallt. Der Taxifahrer war stark alkoholisiert. Die beiden Jenaer Taxizentralen reagieren darauf sehr unterschiedlich.
Schrecksekunde in Jena: Ein Taxifahrer verlor am Morgen die Kontrolle über sein Fahrzeug, fuhr über abgestellte Fahrräder und prallte schließlich gegen einen Baum. Ein Atemalkoholtest ergab rund 1,9 Promille, der Fahrer wurde leicht verletzt, gegen ihn wird wegen Gefährdung des Straßenverkehrs ermittelt. Dass keine Passanten verletzt wurden, gilt als glücklicher Zufall, wie die Jenaer Nachrichten berichten.
Aufgrund der medialen Berichterstattung meldeten sich auch zwei Jenaer Taxizentralen zu Wort. Laut Ostthüringer Zeitung (otz) wies die Taxigenossenschaft Jena darauf hin, dass die Möglichkeiten für interne Alkoholtests begrenzt seien. Zufällige Atemalkoholtests könnten Arbeitnehmer ohne Angabe von Gründen ablehnen, äußerte der Aufsichtsratsvorsitzende Reinhard Rudolph. Die Genossenschaft halte es daher für wichtig, dass die Polizei Berufskraftfahrer regelmäßig kontrolliere.
Das wiederum rief die „Taxizentrale Jena“ auf den Plan. „Alkohol am Steuer sei kein strukturelles Merkmal eines Berufsstandes und dürfe auch nicht zur Relativierung einzelner Vorfälle herangezogen werden“, äußerte man sich medial drei Tage später in der otz. Verstärkte Alkoholkontrollen im Taxigewerbe würden einen gesamten Berufsstand unter Generalverdacht stellen.
Die Jenaer Taxigenossenschaft hat den Fahrer inzwischen trotz der geltenden Unschuldsvermutung von der Vermittlung ausgeschlossen. „Die Sicherheit unserer Fahrgäste steht an oberster Stelle“, sagte Rudolph in der otz. jh
Das Beitragsfoto zeigt einen Screenshot aus einer Meldung der otz vom 17.4.26







