Das Taxi wird häufig bei der Durchführung sogenannter Schock-Anruf-Taten missbraucht. Häufig sind es die Taxifahrer, welche die Opfer in letzter Sekunde vor einem schlimmen Fehler schützen. In Hamburg wird jetzt vor einer neuen Masche gewarnt, die vor allem auf russischsprachige Opfer abzielt.
Die Kriminalprävention des LKA Hamburg hat sich bei Taxi Times gemeldet und speziell die Hamburger Taxifahrer um Ihre Unterstützung gebeten. Bereits in der Vergangenheit hat sich die Hamburger Polizei über uns an das Taxigewerbe gewandt.
Bereits seit Jahresbeginn verzeichnet man in Hamburg im Vergleich zu den Vorjahren ein signifikant gestiegenes Fallaufkommen sogenannter ‘Russischer Schockanrufe’. Diese Variante des Telefonbetrugs zielt auf Menschen ab 60 Jahren und bis ins hohe Alter ab. Die Vorgehensweise gleicht dabei den bekannten Unfall-Schockanrufen.
Beim Unfall-Schockanruf gibt sich der Anrufer zunächst als naher Verwandter gegenüber dem Opfer aus und berichtet auf dramatische Art (weinend und jammernd), einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht zu haben. Als Folge wäre eine Festnahme durch die Polizei erfolgt. Danach fordert zur Vermeidung einer Untersuchungs-Haft des Verwandten ein angeblicher Polizeibeamter (ggf. auch Staatsanwalt/Richter) eine hohe Kautionszahlung von der angerufenen Person. Wie so ein Telefonat ablaufen könnte hat die Polizei in einem Beispiel nachgestellt.
Diese modifizierte Variante wird jetzt von der Polizei als ‚Russischer Schockanrufe‘ bezeichnet. Namensgebend ist, dass die Opfer in der Regel Russisch sprechen, häufig aber kein oder nur schlechtes Deutsch. Dabei werden vorrangig Taxis und Mietwagen als Kuriere für Vermögenswerte genutzt. Die Fahrer sollen dann eine Tasche oder einen Beutel transportieren. Weitere Details zu dieser Masche hat die Polizei in einem Merkblatt speziell für Taxifahrer zusammengefasst.
Ein zweites Merkblatt richtet sich direkt an die Opfer dieser ‚Russischen Schockanrufe‘. Sollten Taxi-Times-Leser Kontakte zu russischsprachigen Personen haben, bittet die Kriminalprävention des LKA darum dieses Informationsblatt weiterleiten. sg
Beitragsfoto: Symbolbild Telefon Quelle: pixabay







