Einmal pro Monat wird im Berliner Radiosender „PI“ eine Stunde über Taxi geredet. Diesmal war ein Taxiunternehmer zu Gast, der viel zum Thema Fahrsicherheit sagen konnte.
Berlin ist die einzige Stadt in Deutschland, in der die Taxibranche eine eigene Radiosendung hat. Immer am ersten Donnerstag im Monat übernimmt die Berliner Einzelunternehmerin Sonja von Rein für 60 Minuten das Mikro. 115 Sendungen sind so bereits entstanden. Das Format bringt Gespräche mit Gästen und Musik zusammen. Taxi Times berichtet regelmäßig über diese Sendungen.
In der 116. Folge, die am 4. Dezember 2025 ausgespielt wurde, war diesmal der Berliner Taxiunternehmer Hayrettin Simsek (Simi) zu Gast, der die Bedeutung professioneller Fahrtechnik in der Personenbeförderung hervorhob.
Für Simi ist der Auftritt im Radio nichts Neues, Er hatte schon frühere Sendungen begleitet, nicht nur als Gast, sondern auch als Moderator. Diesmal war Simi ausschließlich Gast und er konnte mit Sonja von Rein zwischen passenden Musiktiteln (Z.B. „Harder, Better, Faster, Stronger“ von Daft Punk) über sein Lieblingsthema sprechen: der Ablauf und die Wichtigkeit von Fahrsicherheitstrainings.
Simi weist in der Sendung darauf hin, dass es dabei nicht um Geschwindigkeit geht, sondern um Kontrolle. Gut ankommen ist für ihn kein Zufall. Er geht auf viele Faktoren ein, beschreibt unter anderem die zweckmäßige Sitzposition, Lenkradhaltung sowie Blickführung und informiert über die Reifen, Fahrphysik, Ladungssicherung. Wenn es darum geht, sicher ans Ziel zu kommen, ist für Simi ein Punkt ausschlaggebend: defensives Fahren.
Wie wichtig ihm die Fahrsicherheit ist, konnte Simi Mitte Oktober im Driving Center in Groß Dölln vielen Berliner Taxiunternehmern und Fahrern demonstrieren, als er dort ein taxispezifisches Training organisierte und durchführte.
Damals zählte auch die Moderatorin Sonja von Rein zu den Teilnehmerinnen und Teilnehmern und sie erzählte in der Radiosendung nun von ihren eigenen Erfahrungen und Beobachtungen. Sonja geht auf den Platz ein, der viel Sicherheitsbereiche für „Fahr-Fehler“ bietet, um sich dem Grenzbereich gefahrlos herantasten zu können. Insbesondere das mehrmalige Durchführung all der realitätsnahen Übungseinheiten auf verschiedenen Untergründen hebt sie explizit hervor.
Natürlich würde das Ganze nur Sinn machen, wenn die Taxifahrer solche Trainings selber erfahren. „Der Mehrwert von Fahrsicherheitstrainings ist unverkäuflich“, sagt Simi und verstärkt die Wichtigkeit: Gefahren erkennen, bevor sie entstehen. Und weil solch ein antrainiertes vorausschauendes Fahren auch für die Fahrgäste mehr Sicherheit bedeutet, hat Simi mittlerweile eine abgeschlossene Ausbildung zum Fahrsicherheitstrainer absolviert und gibt seit rund zwei Jahren eigene Kurse in ganz Deutschland – wenn er nicht gerade selbst Taxi fährt.
Und so ist Berlin nicht nur die einzige Stadt in Deutschland, die eine eigene Taxisendung im Radio hat, es ist auch die einzige Stadt, in der ein Taxiunternehmer Fahrgäste befördert, der gleichzeitig Fahrsicherheitstrainer ist. red
Hinweis der Redaktion: Die komplette Sendung kann unter diesem Link nachgehört werden.
Beitragsfoto: KI-generiert









Der Aufkleber im Titelbild ‚Profi am Steuer‘ wär doch mal ein gelungener Werbefaktor.
Nur an Fahrer zu verleihen, die eine entsprechende Ausbildung in allen Belangen unseres Berufs nachweisen mit einem Ergebnis von nicht weniger als 8 von 10 Punkten.
Dein Vorschlag ist sehr gut. Nur müssten dann bei uns 90% der Fahrer aufhören. Und es wird immer schlimmer. Ein Problem das ganz gravierend dazu kommt ist das die Stadtverwaltung in Kaiserslautern keinerlei Interesse an den Problemen der Taxibranche hat. Da wird eine neue Stadtmitte gebaut mit wunderbaren Bushaltestellen und Fußgängerbereichen aber weit und breit kein Taxistand. Weit und breit ist jetzt natürlich nicht richtig, aber die Leute laufen einfach nicht dahin wo die Taxen stehen. Die wollen am Tor zur Altstadt einsteigen, und dort könnte man durchaus auch einen temporären Taxistand einrichten, Das wäre keine Verkehrsbehinderung und die Leute könnten ohne die Straße zu überqueren einsteigen. Man weiß es seit Jahren, die Altstadt in Kaiserslautern ist so ziemlich der einzige Bereich wo noch etwas los ist.
Ich wollte mich doch nicht mehr aufregen.
wäre mal was richtig gutes. hat der Fahrer Ortskunde, gleich Aufkleber Profi am Steuer drauf. keine Ortskunde, kein Kleber, dann wüssten die Kunden genau wer richtig fahren kann oder nicht. hehe
Das ist mit Sicherheit sehr lobenswert was Simsi da in Berlin alles voranbringt.
Dann schaue ich hier bei uns in Kaiserslautern, natürlich nicht mit Berlin vergleichbar aber sicher ähnliche Probleme. Wenn dann schon der Chef in absoluter Liegeposition durch die Stadt brettert ist er mit Sicherheit ein positives Beispiel für seine Fahrer. Wenn jetzt natürlich noch einige denken? es wäre klug seine Taxis auch bei Uber teilnehmen zu lassen muss man sich um die Zukunft wohl keine Gedanken machen.