Im Rahmen einer Klausurtagung des Bundesverband Taxi und Mietwagen (BVTM) wurden die zentralen Themen definiert, auf die der Verband in den kommenden Jahren einen besonderen Fokus legen will. Es blieb nicht nur bei der bloßen Definition – die Verbandsspitze machte sich ebenso über eine konkrete Umsetzung der Ziele Gedanken.
Nach der Neubesetzung des BVTM-Vorstands im November folgt die Verbandsarbeit. Dazu trafen sich die Verbandsspitze im Rahmen einer zweitägigen Klausurtagung in Kassel. Hier wurden zwei zentrale Themen der Verbandsarbeit definiert. Einerseits will man sich auf die Zukunft der Krankenfahrten, andererseits auf eine stärkere Positionierung des Gewerbes im gesamtgesellschaftlichen Mobilitätsdiskurs konzentrieren.
Die Tagung diente zugleich als Arbeitsauftakt des neu gewählten Vorstands. Ziel war es, gemeinsame Leitlinien zu erarbeiten, um die Interessen des Taxi- und Mietwagengewerbes künftig wirksamer zu vertreten und auf politische, technologische und gesellschaftliche Veränderungen zu reagieren.
„Wir werden nicht aufhören, die Probleme und Herausforderungen klar zu benennen – aber wir dürfen dort nicht stehen bleiben“, betonte Gregor Beiner, neuer Präsident des Bundesverband Taxi und Mietwagen. „Unsere Unternehmen liefern tagtäglich Lösungen für mobilitätspolitische Herausforderungen der Zukunft. Diese Antworten müssen wir stärker beschreiben, selbstbewusster vertreten und positiv erzählen.“

Am ersten Tag diskutierten die Vorstandsmitglieder in Arbeitsgruppen unter anderem Verbesserungen der Rahmenbedingungen für Krankenfahrten sowie Möglichkeiten, die Rolle des Gewerbes in der öffentlichen Mobilitätsdebatte zu stärken. Weitere Themen waren die zukünftige Ausrichtung des Verbands, Digitalisierung und die strukturelle Weiterentwicklung.
Der zweite Tag der Klausurtagung war dann der Entwicklung konkreter Umsetzungsschritte vorbehalten. Dazu gehörten Überlegungen zur Anpassung des Personenbeförderungsrechts sowie die Planung der Verbandsarbeit und Veranstaltungen für das Jahr 2026.
„Unsere politischen Ziele spiegeln sich in unserer Veranstaltung direkt wider: Wir werden über die reinen Taxithemen hinaus uns stärker als bislang in gesamtgesellschaftliche Fragen einbringen, von der Zukunft des ÖPNV über neue, integrierte Mobilitätslösungen in der gesamten Kette bis hinein in die Gesundheitspolitik“, so Beiner.
Der Verband kündigte an, sich künftig stärker auch in übergreifende Themen wie ÖPNV, Mobilitätslösungen und gesundheitspolitische Fragestellungen einzubringen.
„Wir müssen unsere Stärken wieder mehr in den Vordergrund stellen und Freude daran vermitteln, die Kraft unseres Gewerbes für die Mobilität der Menschen einzubringen“, sagte Beiner. „Dazu gehört auch, dass wir mehr positive Geschichten erzählen – über Verlässlichkeit, soziale Verantwortung und die Rolle unserer Unternehmen als unverzichtbarer Teil der Daseinsvorsorge.“
Mit der Klausurtagung setzte der Bundesverband einen Startpunkt für die Arbeit des neuen Vorstands und bekräftigte den Anspruch, das Gewerbe aktiv und sichtbar in zukünftige Mobilitätsdebatten einzubringen. sg
Beitragsfoto: BVTM-Präsident Gregor Beiner diskutiert während einer Breakout-Session mit Vorständen über die Positionierung im Mobilitätsdiskurs | Foto: BVTM – Sonja Rode








