Am Montag läuteten Taxi Berlin und das Tipi am Kanzleramt gemeinsam mit der Mercedes-Niederlassung die Premiere des Programms der Zwölf Tenöre ein. Dass Kulturszene und Taxigewerbe eng zusammengehören, wurde bei diesem Event besonders deutlich.
Taxi ist wertvoll, auch in Berlin und unter anderem deshalb, weil täglich tausende Taxifahrer und ‑unternehmer in Berlin mit ihrer Dienstleistung zum Funktionieren der Kulturszene beitragen. Rund 50 von ihnen durften am Montagmittag einer besonderen Begegnung beiwohnen: Die Berliner Kulturschaffenden, vertreten durch Eric Schmidt-Mohan, den Betreiber des Tipi am Kanzleramt und der Bar jeder Vernunft, und das Taxigewerbe, vertreten durch Hermann Waldner, den Geschäftsführer von Taxi Berlin und Präsidenten des Landesverbandes Taxi Deutschland, und Jens Schmiljun, Vorstand desselben Verbandes, würdigten ihre langjährige und gute Zusammenarbeit.

Das geschah nicht nur durch die sehr warmen Worte von Hermann Waldner und Eric Schmidt-Mohan, sondern auch durch ein Stück kulturellen Genuss, den der Tipi-Inhaber exklusiv für das Taxigewerbe organisiert hatte: ein Ständchen der internationalen Musikgruppe „The 12 Tenors“ als Kostprobe für das Abendprogramm im Gastronomie-Theater Tipi am Kanzleramt, der größten stationären Zeltbühne Europas.
Die Musiker waren am Vormittag in Großraumtaxis vom Hotel zum Tipi chauffiert worden. Ein Teil der Fahrzeuge wurde wiederum von dritter Seite bereitgestellt und war ebenfalls Ausdruck des Wunsches nach einer Fortsetzung der seit Langem gut funktionierenden Zusammenarbeit zwischen Taxi Berlin bzw. Taxi Deutschland und der Berliner Mercedes-Benz-Niederlassung, als sich gleichzeitig zwölf Berliner Taxis vor dem Veranstaltungsort positionierten und die Kulisse für das kleine Event bildeten.
Um 12 Uhr war es so weit: Tipi-Geschäftsführer Eric Schmidt-Mohan, der im hellelfenbeinfarbenen Anzug erschienen war, dankte in seiner Ansprache voller Wertschätzung dem Taxigewerbe und sprach Dinge an, die man in heutigen Zeiten nicht mehr so häufig zu hören bekommt. „Danke den Menschen, die Berlin bei Tag und Nacht am Laufen halten. […] Sie bringen Menschen zur Arbeit, zu ihren Freunden, zu ihren Familien, ins Krankenhaus, zum Flughafen, zum Bahnhof, in die Clubs und Restaurants dieser Stadt, aber natürlich auch in die Theater Berlins. […] Berlin lebt von seinem Tourismus, einer der stärksten Wirtschaftskräfte der Stadt. Zwei der wichtigsten Säulen sind dabei die Kultur- und Theatereinrichtungen sowie Taxi Berlin als Motor der Stadt. Beide gehören zur Identität Berlins. Beide sorgen dafür, dass Menschen Berlin als gastfreundlich, lebendig und außergewöhnlich erleben. […] Mit unzähligen Fahrerinnen und Fahrern sind Sie täglich auf den Straßen dieser Stadt unterwegs und damit wahrscheinlich die sichtbarsten Kulturbotschafter Berlins überhaupt.“ Taxifahrer seien oft die ersten und letzten Botschafter unserer Stadt, denen Besucher begegnen. „Sie sind Gastgeber, Stadtkenner und Aushängeschild. Ich wünsche mir für die Zukunft, dass das so bleibt. Dass nicht nur Sie uns, sondern auch Taxi Berlin dem Tipi und der Bar jeder Vernunft weiterhin die Treue hält, uns weiterempfiehlt und unsere Theatergäste pünktlich und sicher zur Vorstellung bringt und hinterher ebenso charmant wieder abholt.“

Die anwesenden Taxler waren gerührt. „So was geht runter wie Öl“; „Das tut mal gut zu hören“, waren einige Kommentare. Die Zuhörer hatten gespürt, dass Schmidt-Mohans Rede von Herzen kam und etwas anderes war als eine Aufzählung von Lobhudeleien.

Hermann Waldner sprach seinerseits im Namen des Berliner Taxigewerbes gegenüber Eric Schmidt-Mohan als Vertreter der Berliner Kulturlandschaft seinen herzlichen Dank aus – „an Sie, an das Tipi und die Bar jeder Vernunft, dass Sie uns hier ins Licht der Öffentlichkeit heben – in Verbindung mit dem, was wir ohnehin den ganzen Tag und rund um die Uhr tun. Wir sind Dienstleister für den Tourismus, für Krankenfahrten und für alles, was Berlinerinnen und Berliner sowie Touristen benötigen. Deshalb freuen wir uns ganz besonders, dass wir heute einmal öffentlich zeigen können, was wir alles leisten und welch wichtiger Faktor das Taxi für diese Stadt ist.“
Die seit 1959 aktive Taxizentrale sei von Anfang an und bis heute mit der Berliner Kultur verbunden. „Das heißt: Wir leben für und von der Berliner Kultur – und auch die Berliner Kultur lebt von uns. Von unseren Empfehlungen, von der glaubwürdigen Referenz aus erster Hand, den Taxifahrerinnen und Taxifahrern, die jeden Tag die Stadt mit all ihren Facetten erleben. Das ist sehr wertvoll, und wir freuen uns besonders, dass Sie diese Kraft erkannt haben, die aus dieser Kooperation und aus diesem gemeinsamen Auftreten entstehen kann und heute der Öffentlichkeit präsentiert wird.“
Waldner dankte außerdem Mercedes-Benz, der Marke, die ebenfalls dazugehöre – und mit ihren bekannten und teils neuen Modellen für eine innovative Kulisse gesorgt hatte. Damit Schmidt-Mohan neben den Worten des Dankes auch ein Stück Wertschätzung zum Anschauen und Anfassen hat, überreichte Waldner ihm ein 20 Zentimeter großes Mercedes-Taxi-Modell. Beide Redner erhielten herzlichen Beifall – der wenig später abermals aufbrandete, nachdem die Zwölf Tenöre exklusiv für die anwesenden Taxivertreter bei schönstem Sommerwetter vor dem Tipi-Zelt ohne Gesangsanlage mit einer außergewöhnlichen Interpretation des Hits „You raise me up“ einen Vorgeschmack auf die bevorstehende Premiere ihres Programms „Songs of Eternity“ gegeben hatten, das am Abend im Tipi Premiere feiern sollte.
Auch zum Abendprogramm waren Vertreter des Taxigewerbes eingeladen und wurden so Zeuge einer Show, die ein gesanglich-musikalisches Feuerwerk ist und beim Publikum Begeisterungsstürme, immer wieder tosenden Applaus und sogar wildes Tanzen hervorrief.
Es ist nicht, wie es beim Namen „Zwölf Tenöre“ durchaus hätte sein können, typischerweise klassisch, sondern stattdessen überwiegend ziemlich mitreißend, da die Zwölf Tenöre von einer Rockband begleitet werden, die alles von Pop über Soul bis zu einigen leisen, Arien-ähnlichen Stücken beherrscht.

Die Zwölf Tenöre spielen ihre „Songs of Eternity“ im Tipi noch am heutigen Donnerstag und vom 13. bis 21. Juni täglich ab 20 Uhr (am letzten Tag ab 19 Uhr). Man wünscht den Künstlern, dass sie allzeit vor vollem Haus spielen, und den Berliner Taxlern, dass sich die Zuschauer davor und danach mit dem Taxi bringen bzw. abholen lassen. Und wenn es einmal nicht ausverkauft sein sollte, kann man auch allen Kollegen nur empfehlen, das Taxi spontan zu parken und sich selber für zwei Stunden vom Alltag in eine andere musikalische Dimension entführen zu lassen. ar
Fotos: Taxi Times (soweit nicht anders angegeben)







