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Neue Taxi-Plattform Uride verspricht Fahrern faire Bezahlung

von Wim Faber
18. April 2026
Lesedauer ca. 2 Minuten.
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Neue Taxi-Plattform Uride verspricht Fahrern faire Bezahlung
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Aus Unmut über die hohen Vermittlungsprovisionen großer Plattformen hat ein Vertreter des belgischen Limousinenfahrerverbands eine eigene Vermittlungs-App ins Leben gerufen, die dem Genossenschaftsgedanken folgt.

Uride-Logo

Am 31. März ging in Brüssel eine neue Taxi-Plattform online, die ihren Fahrern eine faire Bezahlung verspricht. Erstmals besprochen wurde über das Projekt während einer Demonstration von Uber-Fahrern. Die kürzlich gestartete Brüsseler App Uride will sich zu einer belgischen Alternative zu großen internationalen Taxi-Plattformen wie Uber und Bolt entwickeln. Fahrer sollen mehr Mitspracherecht erhalten und der zugrunde liegenden Genossenschaft Unit beitreten können.

Jean-Paul Ngomba Mbenti (Foto: Uride)

„Belgische Fahrer werden seit über sechs Jahren ausgebeutet“, sagt Jean-Paul Ngomba Mbenti in der Brüsseler Tageszeitung Bruzz. In den letzten Jahren hat er sich als Vertreter des belgischen Limousinenfahrerverbands (ABCL) wiederholt auf die Straße begeben. Unter anderem protestierte er gegen die hohen Gebühren, die Plattformen wie Uber von ihren Fahrern für die Nutzung ihrer App verlangen.

Letztes Jahr gründete Mbenti selbst eine Alternative: die Taxi-Plattform Uride.  „Auf unserer Plattform zahlen Fahrer künftig nur noch 15 Prozent Provision – ein deutlicher Unterschied zu den 25 bis 35 Prozent, die große multinationale Konzerne verlangen.“ Wer der zugrundeliegenden Genossenschaft Unit beitritt, zahlt lediglich eine Provision von 10 Prozent. Aktuell sind bereits 200 Fahrer auf der Plattform aktiv, 90 davon sind Genossenschaftsmitglieder.

Langfristig strebt Uride einen Marktanteil von 10 Prozent an, zunächst in Brüssel und später im Rest des Landes. Das Ziel: „Den Fahrern die Kontrolle zurückgeben und ihnen einen faireren Preis bieten.“ Auch App-Nutzer können Genossenschaftsmitglieder werden und so von 10 Prozent Rabatt auf Fahrten profitieren. Sowohl für Fahrer als auch für Kunden kostet ein Anteil – und damit ein Mitspracherecht bei der Ausrichtung der Genossenschaft – 100 Euro.

Die neue belgische App Uride hat nichts mit dem gleichnamigen kanadischen Startup zu tun, das ebenfalls individuelle Personenbeförderung anbietet. wf

Beitragsbild: Screenshot der Internetseite https://unit-coop.be/uride-app/

Tags: BrüsselDigitale FahrtenvermittlungUride (Belgien)
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Wim Faber

Der „Brüsseler Niederländer“ und gelernte Kommunikationsspezialist berichtet seit den 80-er Jahren für eine Reihe von Taxi- und ÖPNV-Fachzeitschriften in Europa, Nordamerika und Australasien über das Taxi und die Mobilität im weitesten Sinne.

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