Das ÖPNV-Taxi gewinnt weiter an politischer Unterstützung in der Hauptstadt. Bei einem Treffen mit der grünen Bundestagsabgeordneten Victoria Broßart signalisierten die Branchenvertreter deutlichen Rückenwind für die Idee, Taxis stärker in den öffentlichen Nahverkehr zu integrieren.
Für den VSPV war das Gespräch ein strategisch wichtiger Schritt. Geschäftsführer Sascha Waltemate und der Leiter des Berliner Büros Patrick Meinhardt trafen bei der Verkehrspolitikerin auf große Offenheit. Broßart betonte die zentrale Rolle des ÖPNV-Taxis, um bestehende Versorgungslücken im Nahverkehr zu schließen – insbesondere in ländlichen Regionen und den Randgebieten großer Städte.
Im Mittelpunkt steht ein Mobilitätsansatz, der klassische Linienangebote mit flexiblen Taxi-Strukturen ergänzt. Trotz Erfolgen wie dem Deutschlandticket gebe es weiterhin „weiße Flecken“ im Netz, die bislang unzureichend angebunden sind. Genau hier setzt das ÖPNV-Taxi an: als bedarfsgerechte Ergänzung, die vorhandene Infrastruktur effizient erweitert.
Die VSPV-Vertreter sehen aktuell ein politisches Zeitfenster für eine umfassende Nahverkehrsoffensive. Neben einer stärkeren finanziellen Ausstattung fordern sie eine bundesweite Verankerung des Konzepts. Ziel sei es, Mobilitätsgerechtigkeit herzustellen und den Zugang zu öffentlicher Mobilität flächendeckend zu sichern.
Ein weiterer Schwerpunkt des Austauschs war die anstehende Evaluierung des Personenbeförderungsgesetzes. Hier warnen alle Beteiligten vor einer zu engen Betrachtung einzelner Aspekte. Stattdessen plädieren sie für eine breite Debatte im Bundestag, die die gesamte Mobilitätslandschaft berücksichtigt und langfristige Weichenstellungen ermöglicht.
Für die Taxi- und Mietwagenbranche könnte sich damit eine neue Perspektive eröffnen: weg vom reinen Individualverkehr – hin zu einem integralen Bestandteil eines modernen, vernetzten ÖPNV-Systems. nu
Beitragsfoto: Patrick Meinhardt, Victoria Broßart MdB, Sascha Waltemate; Foto: VSPV







