Thomas Mohnkes SafeDriver Group hat sich mit der Übernahme der Taxi Frankfurt eG in die Taxifamilie eingekauft. In einer Pressemitteilung, die Uber in seinem Newsroom veröffentlicht hat, wird das wie eine strategische Partnerschaft, zum Wohl des Taxigewerbes dargestellt. Die Kooperation betrifft neben Frankfurt auch Hanau, Offenbach und Rüsselsheim. Nachdem die ersten personellen Fragen geklärt sind, beginnt jetzt die operative Umsetzung.
Im Zuge der Übernahme, bei der die Genossen in Frankfurt am Main ihre Anteile an die Safe Driver Group, welche als Generalunternehmer für Uber in Deutschland agiert, verkauft hatten, soll die bisherige Genossenschaft in eine GmbH umgewandelt werden, die unter dem Namen Taxi First Mobility GmbH firmieren wird. Die bisherigen Vorstandsmitglieder Marten Clüver und Roman Marx übernehmen die Geschäftsführung. Diese Personalie zog auch Folgen bei Taxi Deutschland nach sich (Taxi Times berichtete). Der laufende Betrieb der Taxizentrale soll zunächst unverändert fortgeführt werden.
Mit der Übernahme des operativen Geschäfts wird die Taxi First Mobility GmbH Teil der SafeDriver Group. Das Unternehmen plant, seine Dienstleistungen künftig auch weiteren Taxizentralen in Deutschland anzubieten. Vorgesehen sind unter anderem zentrale Dispositionslösungen sowie digitale Services, welche die Vermittlung, Bestellung und Bezahlung von Taxifahrten vereinfachen sollen.
Für Fahrgäste im Rhein-Main-Gebiet sind ab Herbst neue Angebote geplant. Unter anderem sollen neue Serviceoptionen sowie eine Modernisierung und Erweiterung des Fahrzeugangebots umgesetzt werden. Gleichzeitig sollen Maßnahmen umgesetzt werden, mit denen die Auftragslage für Taxifahrer verbessert werden soll.
Ein weiterer Bestandteil der Partnerschaft ist die schrittweise Anbindung der an die Frankfurter Taxizentrale angeschlossenen Fahrzeuge an die Uber-App. Der Ausbau soll in den kommenden Monaten erfolgen und zunächst, wie in der Uber-Pressemitteilung zu lesen ist, moderne Fahrzeuge der Flotte umfassen. Langfristig will man so insbesondere Geschäftsreisende und Firmenkunden besser erreichen. Weiterhin ist eine Erweiterung des Angebots innerhalb der App geplant, beispielsweise durch spezielle Fahrten mit Kindersitz, Großraumtaxis oder Fahrerinnen für Fahrgäste, die dies bevorzugen.
Nach Angaben von Uber lassen sich bereits mehr als 10.000 Taxifahrer in Deutschland Aufträge von Uber vermitteln. Begleitend zur Weiterentwicklung der Angebote führt das Wissenschaftszentrum Berlin (WZB) eine Umfrage unter Bewohnern und Gästen der Region durch. Die Ergebnisse sollen in die zukünftige Gestaltung der Taxi-Services im Rhein-Main-Gebiet einfließen. sg
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