Die Bundesregierung hat ein so genanntes Kraftstoffmaßnahmepaket beschlossen, der Bundesrat wird heute ebenfalls zustimmen. Doch für die gewerblichen Vielfahrer ist das wenig zielführend, hier muss die Politik spezifische Lösungen beschließen. Der Taxi-Bundesverband will den Druck auf die Politik deshalb nochmal verstärken – und braucht dafür die Unterstützung seiner Mitglieder.
Rund 2,31 Euro kostet derzeit ein Liter Diesel an einer Zapfsäule in Deutschland. Der Bundesverband Taxi und Mietwagen e.V. (BVTM) hatte sich bereits kurzfristig nach der Preissteigerung um den Kontakt zur Politik bemüht. Konkret hatte der Verband drei Punkte vorgeschlagen, wie dem Taxigewerbe in der existenziellen Situation geholfen werden kann.
Die Forderung nach eine Rückerstattung der Energiesteuer, einer temporären Senkung der Energiesteuer, sowie einer befristeten Mehrwertsteuerbefreiung für Taxifahrten wurde bislang nicht von der Politik erhört. Und dass, obwohl 2022 bereits bewiesen wurde, dass solche Maßnahmen durchaus möglich sind.
Damals lag der Dieselpreis bei rund 1,93 Euro pro Liter, als ein Preisrabatt eingeführt wurde, der die Spitzen auffangen sollte. Heute, so betont der BVTM, haben es die Taxibetriebe mit einer rund 20 Prozent höheren Preisbelastung zu tun. „Die Bundesregierung lässt bislang nicht erkennen, dass sie bereit ist, sich hier wirklich zu bewegen. Der Bundesverband hat kein Verständnis, dass auf diese konkreten Vorschläge bislang in keiner Weise eingegangen wurde“, heißt es in einer Mitgliederinfo des Verbands.
Deshalb fordert der BVTM jetzt seine Mitgliedsbetriebe dazu auf, auch vor Ort auf die lokale Presse zuzugehen und zudem den zuständigen Bundestags- und Landtagsabgeordneten die konkrete Situation zu schildern. Dabei sollen die Betriebe ihre Systemrelevanz hervorheben und darauf hinweisen das jeder Taxibetrieb für die mobile Daseinsvorsorge, auch auf dem Land und in Randzeiten, einsteht und gerade bei Krankenfahrten und in der Schülerbeförderung unerlässlich ist. Genau das hat ein Taxifahrer aus Hessen bereits getan und sich mit einem Brief an den Bundestagsabgeordneten Johannes Wiegelmann gewandt.
Der BVTM bittet ausdrücklich um die Unterstützung der Mitgliedsbetriebe, um gemeinsam den politischen Handlungsdruck zu erhöhen. „Der Bundesverband wird seine Gespräche mit der Politik fortsetzen und sich weiterhin mit Nachdruck für die Interessen des Gewerbes einsetzen. Lassen Sie uns gemeinsam dafür sorgen, dass unsere Stimme gehört wird.“
Anmerkung der Redaktion: Wie kann ein Taxiunternehmen in Kontakt mit der Presse kommen und wie baut man Pressemitteilungen informativ und übersichtlich auf? Taxi Times wird am 16. April zu diesem Thema ein einstündiges Webinar veranstalten. Das Webinar kostet 190.- € netto. Für Abonnenten und Mitglieder oder Teilnehmer einer der nachfolgenden Taxiverbände oder Taxizentralen ist die Teilnahme kostenlos.
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