Beim zweiten Teil der Frankfurter Taxidemo-Trilogie wurden in der Whatsapp-Gruppe „Wir sind Taxi-Demo“ eindrucksvolle Bilder und Videomitschnitte geteilt. Wir zeigen einige.
Zur heutigen Taxi-Protestfahrt waren laut Taxi-Vereinigung Frankfurt am Main e. V. rund 500 Fahrzeuge gekommen – ein „deutliches Zeichen“, wie der 1. Vorsitzende, Ergin Koc, es in einer Pressemitteilung formuliert. Entlang zentraler Verkehrsachsen sowie rund um das Messegelände und die Innenstadt kam es zu spürbaren Verkehrsbehinderungen. Insbesondere in der Wiesbadener Straße und der Theodor-Heuss-Allee, im Bereich der Messe Frankfurt und sogar auf der A 648 staute sich der Verkehr zeitweise deutlich.


„Der heutige Protesttag wurde bewusst auf den ersten Tag der internationalen IMEX-Messe gelegt, um auf die Bedeutung funktionierender Mobilitätsstrukturen für Frankfurt als internationale Wirtschafts- und Messestadt aufmerksam zu machen“, heißt es in der Pressemitteilung weiter. Besonders auffällig sei auch das große Interesse vieler Messegäste und Besucher gewesen. Zahlreiche Menschen hätten während der Protestfahrt gezielt nach Taxis gesucht oder sich über die Hintergründe der Aktion informiert, nachdem zeitweise deutlich weniger Fahrzeuge verfügbar waren.
„Heute hat Frankfurt gesehen, welche Bedeutung das Taxigewerbe tatsächlich für diese Stadt hat. Viele Menschen merken erst dann, wie wichtig funktionierende Mobilität ist, wenn sie plötzlich nicht mehr selbstverständlich verfügbar ist“, so Koc.
Nach Angaben der Veranstalter verlief die Demonstration trotz der Größe der Kolonne ruhig und geordnet unter polizeilicher Begleitung. Die Protestfahrt war offiziell angemeldet und genehmigt.
Hintergrund der Proteste sind die weiterhin ausbleibenden politischen Maßnahmen im Bereich des Personenbeförderungsmarktes sowie die Forderung nach einer sofortigen Regulierung durch ein verbindliches Mindestbeförderungsentgelt für Mietwagen (MBE) .

Das Gewerbe verweist dabei insbesondere auf die jüngsten Großkontrollen, bei denen unter anderem gefälschte Personenbeförderungsdokumente, Verstöße gegen Fahrerlaubnisvorschriften sowie weitere erhebliche Mängel festgestellt wurden.
„Die heutigen Bilder müssen ein Weckruf sein. Wir gehören zur öffentlichen Mobilität dieser Stadt. Wer glaubt, man könne dieses Gewerbe dauerhaft wirtschaftlich unter Druck setzen, ohne dass es Auswirkungen auf Versorgung, Qualität und Sicherheit gibt, hat heute die Antwort gesehen“, so Koc weiter.

Die Taxi-Vereinigung kündigte an, die Proteste fortzusetzen, sofern weiterhin keine konkreten politischen Ergebnisse erzielt werden. Die nächste Demo ist bereits für Dienstag, den 26. Mai, angekündigt. ar
Beitragsbild und Portraitfoto Ergin Koc: Taxi-Vereinigung Frankfurt am Main
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