Die Verbindung vom Volkswagen Konzern und Moia standen immer als Synonym für die deutschen Versuche, beim autonomen Fahren Fuß zu fassen. Jetzt spricht die Presse von neuen Erkenntnisse aus einem internen Strategiepapier. Der Volkswagen-Konzern stellt die Zukunft seiner Ridepooling-Tochter Moia auf den Prüfstand.
Nach einem Bericht der Wirtschaftswoche, auf den sich auch heise online bezieht, erwägt der Konzern verschiedene Szenarien – vom Einstieg neuer Investoren bis hin zu einer vollständigen Abwicklung. Eine Entscheidung soll spätestens bis Ende 2026 getroffen werden.
Hintergrund sind offenbar sowohl technische als auch finanzielle Probleme. Moia testet in Hamburg seit Juli den autonomen VW ID. Buzz AD und will dort bis Ende 2026 den fahrerlosen Regelbetrieb nach SAE-Level 4 nachweisen. Laut Bericht erfüllt die von Mobileye zugelieferte Technik bislang jedoch nicht die internen Erwartungen. Der erforderliche Level-4-Nachweis steht weiterhin aus.
Gleichzeitig sind hohe Investitionen notwendig, um eine größere Robotaxi-Flotte aufzubauen. Potenzielle Partner wie Uber und Lyft sollen ihre Beteiligungspläne inzwischen zurückgezogen haben. Und auch der Bund konnte oder wollte die erforderliche Summe nicht bereitstellen. Im Ziel des Volkswagen-Konzerns für 2030 spiele Moia laut eines internen Berichts keine zentrale Rolle mehr.
Ein möglicher Rückzug hätte auch Auswirkungen auf das vom Bund mit 26 Millionen Euro geförderte Forschungsprojekt ALIKE. Neben Moia sind daran unter anderem die Hamburger Hochbahn, Volkswagen ADMT, Holon und das Karlsruher Institut für Technologie beteiligt. Auch in München werden die Fahrzeuge bei Versuchen im Rahmen des Projekt Minga eingesetzt.
Allerdings: Während Volkswagen gerade seine Karten neu mischt, treiben internationale Anbieter wie Waymo die Kommerzialisierung fahrerloser Fahrdienste weiter voran – auch in Deutschland. Noch ist allerdings keine endgültige Entscheidung über die Zukunft von Moia gefallen. Volkswagen prüft dem Bericht zufolge zunächst verschiedene Optionen. sg
Beitragsfoto: Symbolbild Volkswagen ID. Buzz AD Quelle Moia








Bei aller Kritik meinerseits an hoch subventionierten Verkehrsversuchen werden AV’s unweigerlich kommen. Wenn jetzt allerdings vw das Feld räumt, werden amerikanische, chinesische und andere Investoren versuchen, die europäischen Interessen zu übergehen.
Technologie, Qualifizierung, Bildung und Steuerung der Verkehrsentwicklung vor allem im Sinn öffentlichen Verkehrs ist in unserem Interesse.
Dabei ist demokratische Kontrolle über die Auswirkungen solcher Investments unabdingbar.
Ich möchte nicht erleben, dass wir nur dem Profit fremder Mächte dienen. Egal ob das politische oder finanzielle Mächte wie Uber, Waymo oder andere sind.
VW sollte sich gut überlegen ob sie das Feld räumen sollten. In den letzten Jahren sind bei VW und ihren Töchtern, viele Fehler gemacht worden und an falscher Stelle investiert worden. Das Qualitätsmanagment ( Das Schraubendebackel), E-Mobilität usw sind der Panik von China überrollt zu werden, unklugen Entscheidungen zum Opfer gefallen. Sollte VW nun auch MOIA beerdigen, wird der nächste Schritt in richtung Internatinale Bedeutungslosigkeit gemacht sein. China und die USA reiben sich die Hände und warten nur darauf die zukunftsweisenden Gschäftsfelder an sich zu reißen. Ich habe mein Lebenlang in der Automobil Industrie gearbeitet und miterlebt wie „Großen“ aus angst vor China einen fehler nach dem anderen gemacht haben. Ergebniss: Werkssschliessungen, Personal und damit wichtiges Nohow vernichtet. Investieren tut weh , besonders den >Aktionären, aber wer nicht vorranschreitet und was riskiert wird letztendlich die Aktionäre und die Zukunft verlieren. Sicher muss VW umdenken, die Kernkompetenz Auto kann auch bedeuten das man nicht nur auf Verkauf setzt sondern auch auf Dienstleistung. Dienstleistungen wie der damal richtige Schritt MOIA zu gründen.