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Räumt Schmidt so auf wie Schopf?

von Axel Rühle
14. März 2026
Lesedauer ca. 4 Minuten.
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Nachdem die Berliner Aufsichtsbehörde effektiv geworden ist, kommt das Uber-Problem aus Brandenburg in die Hauptstadt. Hier kooperiert eine SPD-Abgeordnete mit ihrem Berliner Genossen Tino Schopf.

Martina Maxi Schmidt ist nicht nur eine brandenburgische Abgeordnete, sondern tatsächlich eine Brandenburger Politikerin, denn sie ist 1988 in der Stadt Brandenburg an der Havel geboren, eine heute kreisfreie Stadt zwischen Potsdam und Sachsen-Anhalt. Schmidts Wohnort und politische Heimat ist aber der Landkreis Barnim, eine der Regionen im Speckgürtel Berlins mit extrem hoher Mietwagendichte (natürlich hauptsächlich nah am Rand der Bundeshauptstadt).

Martina Schmidt; Foto: SPD

Im Barnimer Kreistag war Schmidt längere Zeit stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD-Fraktion, bis sie 2024 in den Landtag einzog, wo sie seitdem das gleiche Amt ausübt und darüber hinaus verkehrspolitische Sprecherin ihrer Fraktion ist, der stärksten im Parlament. Hier will sie den ÖPNV in strukturschwachen Regionen maßgeblich voranbringen.

In ihrem Kreistag wurde sie mit dem Problem der Uber-Plage noch nicht konfrontiert, denn die war dort noch im Entstehen, und damals hielt noch kein Bernd Bachmann donnernde Reden im Rahmen der Bürgerfragestunde. So arbeitete Schmidt sich ab Herbst 2025 in die Problematik des illegalen taxigleichen Verkehrs durch Mietwagen ein.

Im Taxigewerbe schlagartig bekannt wurde sie durch einen Faux-Pas: Nachdem die aufgeschlossene und kommunikative Verkehrsbetriebswirtin in selbst auferlegter Unvoreingenommenheit mit mehreren Akteuren gesprochen hatte, um sich eine Meinung bilden zu können, postete sie ihre Eindrücke eines Gesprächs etwas unkritisch in den sozialen Medien. Das kam bei einigen Taxifahrern und ‑unternehmern gar nicht gut an und sie erhielt neben deutlicher sachlicher Kritik auch Beleidigungen.

Mit der konstruktiven Kritik ging sie ebenso konstruktiv um und arbeitet mit ihrem Berliner Parteigenossen Tino Schopf zusammen, der für sie als brandenburgische Hoffnungsträgerin für fairen Wettbewerb wirbt.

So ist im brandenburgischen Landtag eine spannende Konkurrenz entstanden, denn die eher schwachen Aktivitäten des bisherigen Infrastrukturministers Detlef Tabbert (parteilos, bis Januar BSW), der demnächst im Zuge der bevorstehenden Regierungsumbildung abgelöst wird, werden bislang am energischsten von der CDU-Abgeordneten Nicole Walter-Mundt kritisiert. Auch der AfD-Abgeordnete Daniel Münschke kritisiert Tabbert im Verkehrsausschuss.

Brandenburgs designierter Verkehrsminister Robert Crumbach (wieder SPD); Foto: Landtag Brandenburg

Künftig für das Verkehrsressort in der brandenburgischen Landesregierung zuständig wird der jetzige Finanzminister Robert Crumbach. Der 63-jährige Arbeitsrichter, aufgewachsen in Rheinland-Pfalz, trat 1983 in die SPD ein und wechselte im Januar 2024 in das neu gegründete Bündnis Sahra Wagenknecht (BSW), dessen Landesverband er mit gründete und zu dessen Vorsitzendem er Ende April desselben Jahres gewählt wurde, im September über die Landesliste in den Landtag einzog und Fraktionsvorsitzender wurde. Am 11. Dezember 2024 wurde er im Kabinett Woidke IV, einer Koalition aus SPD und BSW, Finanzminister. Als die Koalition am 6. Januar 2026 platzte, traten die drei BSW-Minister (neben Crumbach noch Britta Müller und Detlef Tabbert) aus ihrer Partei aus und behielten ihre Regierungsämter. Crumbach, nach wie vor Finanzminister, trat letzten Dienstag wieder in die SPD ein und ist nun designierter Minister für Infrastruktur und Landesplanung. (Sein jetziges Finanzressort übernimmt der bisherige Wirtschaftsminister Daniel Keller, ebenfalls SPD, dessen Ressort wiederum von der jetzigen Berliner Staatssekretärin für Digitalisierung und Verwaltungsmodernisierung, Martina Klement, CSU, übernommen wird.)

Wird Schmidt ihrem Parteigenossen Crumbach ebenso Beine machen wie seinem Vorgänger Tabbert oder wird sie mit ihm eher Harmonie anstreben?

Oder, wie es in der aktuellen Print-Ausgabe heißt: Wird Schmidt das Pendant zu Schopf? Im Heft des 1. Quartals 2026 wird nicht nur der besagte Faux-Pas beschrieben. Schmidt kommt auch selbst ausführlich zu Wort.

Die Ausgabe kann unter diesem Link als Einzelheft bestellt werden. Premium-Abonnenten sowie die Mitglieder und Teilnehmer all jener Taxiverbände und Taxizentralen, die Kooperationspartner des Taxi-Times-Verlags sind, erhalten die Printausgabe per Post oder können diese bei ihrem Verband oder ihrer Taxizentrale abholen. red

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Beitragsfoto: Ausschnitt aus der aktuellen Printausgabe der Taxi Times

Tags: Brandenburgischer LandtagLandkreis BarnimMartina Maxi SchmidtTino Schopf
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Axel Rühle

Der Berlin-Insider ist Funkkurs-Dozent und ursprünglich Stadtplaner. Seit 1992 ist er im Besitz eines Personenbeförderungsscheins und immer wieder auch im Taxi anzutreffen. Inhaltlich betreut er in Wort und Bild alle Themen rund um die Taxi Times Berlin.

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