Mehr Kopffreiheit im Inklusionstaxi, ein Tragestuhl mit speziell entwickelten Verankerungspunkten und ein Las-Vegas-Feeling. Im Teil 7 unserer Vorberichte zur Europäischen Taximesse stellen wir MobiTEC, Activa / API und die 4U-Assekuranz vor.
Rund 90 Aussteller haben bei der Europäischen Taximesse einen Stand gebucht. Viele von Ihnen haben Taxi Times bereits verraten, was die Besucher erwartet.
Mobitec am Stand B12: Mehr Kopffreiheit im Inklusionstaxi – ohne den Fahrzeugboden anzutasten
Fast wäre der Roofvan, den die MobiTEC GmbH entwickelt hat, in Köln eine Messe-Weltpremiere gewesen, doch dieses Privileg wurde der Fachmesse „Rehacare“ wenige Wochen vorher zuteil. Nun wurde aus der Weltpremiere eine „Taxi-Premiere“, denn in den Kölner Messehallen wird MobiTEC den ROOFVAN jetzt erstmals dem Taxi- und Mietwagengewerbe vorstellen. Der behindertengerechte Fahrzeugumbau schafft die nötige Innenhöhe über ein selbst entwickeltes Hochdach. Der Fahrzeugboden bleibt dabei vollständig unberührt.
Entstand die Innenhöhe für einen Rollstuhl bisher über einen tiefen Bodenausschnitt im Heck, in den Umbauer eine Wanne einsetzten, so ist dies bei einem Renault Kangoo E-Tech L2 und beim Nissan Townstar EV nicht mehr möglich, weil im Unterboden die Lithium-Ionen-Batterie verbaut ist und die Hersteller jede Modifikation und jedes Versetzen des Hochvoltspeichers untersagen. Ein ähnliches Problem gibt es beim Renault Kangoo L2 und beim Nissan Townstar L2 mit Dieselmotor, denn dort sitzt der AdBlue-Tank genau in diesem Bereich.

„MobiTEC löst die Aufgabe deshalb nach oben“, berichtet Firmeninhaber Harald Damaschke. Die genannten Modelle verfügen über ein Hochdach und gewährlisten so genau die Kopffreiheit, die Menschen im Rollstuhl brauchen: Die Innenhöhe liegt nach dem Umbau je nach Position bei 1.520 bis 1.570 Millimetern.
„Für Taxi- und Mietwagenunternehmen heißt das: Der Boden bleibt samt Hochvoltbatterie oder AdBlue-Tank unangetastet und die Herstellergarantien bleiben erhalten, die Reichweite bleibt unverändert, die Betriebserlaubnis besteht weiter“, verspricht Damaschke. Wie der Umbau genau aussieht und wie sich die Verladung mit dem Rollstuhllift BABY Open kombinieren lässt, zeigen Damaschke und sein Team am Beispiel eines mitgebrachten Roofvans an ihrem Messestand.
Als weitere Neuerung präsentiert man zudem eine Seilwinde MT140 Akku. Sie zieht den Rollstuhl gleichmäßig über die Rampe ins Fahrzeug und nimmt dem Fahrpersonal die Kraftarbeit ab. Belastbar ist die Einfahrtshilfe bis 140 Kilogramm bei 14 Grad Neigung. Gesteuert wird sie per Funkfernbedienung oder Schalter am Gerät. Die Winde arbeitet mit Akku und braucht keinen Stromanschluss. Sie sitzt auf dem Airline-Profil und lässt sich in ein anderes Fahrzeug umsetzen, was für Flotten mit mehreren Rollstuhlfahrzeugen praktisch ist.
Activa / Api am Stand A 13: Tragestuhl „Clubman“ mit speziell entwickelten Verankerungspunkten

Sie sind zwei unterschiedliche Unternehmen, doch auf Messen treten beide immer gemeinsam auf. Folglich wird man die Activa Automobil-Service GmbH und die API DE GmbH auch bei der Taximesse wieder an einem Messestand antreffen (A 13). Präsentiert wird dort erstmals der Medirol Tragestuhl „Clubman“ mit speziell von API entwickelten und getesteten Verankerungspunkten. Der Tragestuhl lässt sich so einfach und sicher mit den bereits vorhandenen Rollstuhlrückhaltesystemen im Fahrzeug befestigen. „Damit bietet API eine besonders praktische Lösung für Taxiunternehmen und Fahrdienste, die regelmäßig Personen mit eingeschränkter Mobilität befördern“, berichtet Geschäftsführer Sjoerd van der Wal gegenüber Taxi Times.
Neben dem Medirol Clubman mit den neuen Verankerungspunkten zeigt API in Zusammenarbeit mit Activa einen rollstuhlgerecht umgebauten Peugeot Rifter.
Beide Lösungen sind speziell auf die Anforderungen von Taxiunternehmen und Fahrdiensten zugeschnitten und überzeugen durch ihre Alltagstauglichkeit, Flexibilität und einfache Handhabung. Die Unternehmen freuen sich darauf, interessierten Besuchern die Fahrzeuge und Lösungen auf der Taximesse in Köln persönlich vorzustellen.
4U Assekuranz: Roulette am Stand D14
Wer beim Messestand des Versicherungsmaklers 4U Assekuranz vorbeischaut, kann dort beim professionellen Roulette sein Glück testen. Während sich die Kugel für die Taxi- und Mietwagenunternehmer in der „High-Roller-Lounge“ dreht, berechnen die beiden Inhaber Marion und Kim Sombrutzki und deren Team die Kfz-Prämie für das neue Versicherungsjahr. Benötigt werden dafür Schadenverläufe / Schadenquoten lückenlos ab 2023, bei Mehrwagenbetrieben eine aktuelle Fuhrparkaufstellung sowie Fahrzeugscheinkopien & letzte die Police.

„Während Sie spielen, machen wir bei Ihren Versicherungsbeiträgen Schluss mit dem Zufall“, verspricht Marion Sombrutzki. Nach der Berechnung ist ein Sofort-Abschluss noch auf dem Messestand möglich – mit dem Vorteil, dass man so wochenlange Wartezeiten und einen lästigen Papierkrieg im Nachgang umschifft. Über die Website der 4U Assekuranz kann man sich bereits jetzt einen exklusiven Beratungstermin vor Ort sichern.
Hinweis der Redaktion: Über die Highlights der Taximesse berichtet Taxi Times in mehreren Teilen. Über diesen Link kommen Sie zu den bisher erschienen Beiträgen.
Das Symbolfoto zeigt einen gut besuchten Messestand während der Taximesse 2024. Foto: Taxi Times







