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Uber greift nach Blacklane

von Wim Faber
8. April 2026
Lesedauer ca. 2 Minuten.
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Uber greift nach Blacklane
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Uber wird den Berliner Chauffeurdienst Blacklane übernehmen. Die Kaufsumme soll bei einer halben Milliarde Euro liegen.

Das Berliner Unternehmen Blacklane, 2011 gegründet, ist mit einer mobilen App und einer Online-Buchungsplattform in über 500 Städten in mehr als 60 Ländern aktiv. Zu den Investuren zählen neben Tasaru Mobility Investments, eine Tochtergesellschaft des saudischen Staatsfonds PIF, Gargash Enterprises LLC, die Al Fahim Group und RI Digital Ventures. Auch die Mercedes-Benz Mobility AG zählt zu den Mitbesitzern des Unternehmens, das sich auf Chauffeurfahrten für Geschäftsreisende spezialisiert hat. Nach einer Finanzierungsrunde im Jahr 2024 wurde das Unternehmen mit über 500 Millionen Euro (574 Millionen US-Dollar) bewertet, wie Bloomberg damals berichtete. Diese Summe wird nun in den Medien als Kaufpreis angegeben.

Strategisch würde der Schritt gut ins Bild passen: Uber treibt seit einiger Zeit den Ausbau seines Premiumsegments voran. Unter CEO Dara Khosrowshahi setzt der Konzern verstärkt auf margenstärkere Angebote – weg vom reinen Volumengeschäft hin zu hochwertigen Mobilitätsdiensten. Die Übernahme soll Uber Elite stärken, das der Fahrdienstvermittler bisher Vielfahrern von Uber Black und Firmenkunden in Los Angeles und San Francisco anbietet. Eine Ausweitung des Angebots auf New York City ist in Planung. Angebote für Führungskräfte, Manager und vermögende Privatkunden sind ein schnell wachsendes Segment, in dem auch das Londoner Unternehmen Wheely mitmischt. Das Unternehmen, spezialisiert auf die Beförderung von Führungskräften und vermögenden Privatkunden, kündigte letzte Woche seine Expansion nach New York City an. Auf dem US-Markt war Wheely noch nicht vertreten.

Auch Ubers Konkurrent Lyft, denen mittlerweile auch Free Now gehört, hat zuletzt in den Premiumbereich investiert und den Chauffeurdienst TBR Global Chauffeuring übernommen. Der globale Markt für Luxus-Fahrdienste wird auf mehr als 50 Milliarden Dollar geschätzt – ein lukratives Feld, das zunehmend  nun auch in den Fokus großer Plattformanbieter rückt.

Für die Taxi- und Mietwagenbranche wirft die mögliche Übernahme erneut Fragen auf: Dringen Plattformkonzerne nun noch stärker in klassische Chauffeur- und Qualitätssegmente vor? Und wie verändert sich der Wettbewerb, wenn globale Tech-Unternehmen gezielt hochpreisige Mobilitätsangebote aufkaufen?

Klar ist: Sollte der Deal zustande kommen, wäre das ein weiterer Schritt in Richtung Marktkonzentration – mit spürbaren Auswirkungen auch auf den deutschen Gelegenheitsverkehr. wf + nu

Beitragsfoto: KI-genieriertes Symbolbild

Tags: BerlinBlacklaneChauffeurdienstUberÜbernahme
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Wim Faber

Der „Brüsseler Niederländer“ und gelernte Kommunikationsspezialist berichtet seit den 80-er Jahren für eine Reihe von Taxi- und ÖPNV-Fachzeitschriften in Europa, Nordamerika und Australasien über das Taxi und die Mobilität im weitesten Sinne.

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