Als Reaktion auf eine angekündigte Demo eines Verbands, der die Interessen der Mietwagen-Plattformen vertritt, hatte die Taxi Dortmund eG zu einer Gegendemo aufgerufen. Diese fand am Montagvormittag statt.
Mit einem sehr kurzen Vorlauf hat der Vorstand der Taxi Dortmund eG eine Taxidemo für den gestrigen Monatg angemeldet und durchgeführt. Ziel war es, nach der großen Demo im vergangenen Jahr und vielen Gesprächen mit der Stadtpolitik, noch einmal den Standpunkt des Dortmunder Taxigewerbes deutlich zu machen. Das geplante Mindestbeförderungsentgelt für Mietwagenfahrten in Dortmund sei keinesfalls ein Hirngespinst des Taxigewerbes, sondern vielmehr eine dringende Notwendigkeit, damit die Mietwagenfahrer nicht mehr defizitär arbeiten und mit Dumpingpreisen das Taxigewerbe zerstören. Wer ehrliche Arbeit leistet, sollte auch eine angemessene und auskömmliche Vergütung bekommen.

Natürlich hilft ein Mindestbeförderungsentgelt, wie Taxi Dortmund eG-Chef Tahir Akbas betonte, auch dabei, die Existenz des Taxigewerbes zu sichern. Derzeit stehen die Taxler mit dem Rücken zur Wand, weil die billigen Fahrtentgelte der App-vermittelten Mietwagen keine Möglichkeit mehr für das Überleben der Taxiunternehmer lässt.
„Wenn die Politik sich gegen das Mindestbeförderungsentgelt entscheidet, dann steht damit auch die Mobilität der Einwohner auf dem Spiel. Das Dortmunder-Taxigewerbe ist fest mit seiner Stadt und deren Einwohnern verbunden. Ohne Mindestpreis wird das Taxigewerbe nicht mehr lange gegen die Konkurrenz durch Mietwagen bestehen können und die Arbeitsplätze von über 600 Menschen stehen auf dem Spiel“, so Akbas.
Um auf diesen Missstand hinzuweisen, kamen über 50 Taxis morgens um acht Uhr zur Fahrzeug-Aufstellung an der Treibstraße. Mit Plakaten und Aufklebern bewehrt fuhren die Fahrzeuge mit Unterstützung der Polizei 1,5 Mal um den Dortmunder Wall und versammelten sich schließlich auf dem Friedensplatz vor dem Dortmunder Rathaus. Deren Mitarbeiter wurden unüberhörbar mit einem Hupkonzert über die Ankunft der Taxler informiert.
Mit einem Megaphon sprach Tahir Akbas direkt die Politiker an und führte noch einmal die Hauptargumente für die Einführung eines MBEs auf, während die Taxler seinen Ausführungen mit einem Hupkonzert Nachdruck verliehen. Am 9. Juli wird sich entscheiden, wie es in Dortmund weitergeht, denn dann stimmt der Rat der Stadt über die Einführung des dringend benötigten Mindestbeförderungsentgelts ab. sg
Beitragsfoto: Die demonstrierenden Taxifahrer versammelten sich auf den Dortmunder Friedensplatz Foto: Taxi Times
Bildergaalerien: Eindrücke der Taxi- und Mietwagendemo in Dortmund Fotos: Taxi Times















