Man stelle sich vor, es gibt ein Taximodell und der regionale Händler weiß nichts davon. Diese Erfahrung machen aktuell einige Taxi-Times-Leser, die als Reaktion auf den Testbericht zum BYD Seal 6 DM-i bei ihrem örtlichen Händler nachfragten. Taxi Times hilft weiter.
„Habe mit mehreren BYD-Händlern gesprochen, die bieten kein Taxi an“, schreibt etwa der hessische Unternehmer Farukh Qayyum von Taxi Wittig im Kommentarfeld unter dem Taxi-Times-Beitrag. Und Karsten Dittrich von Jura-Taxi im oberpfälzischen Neumarkt berichtet von seinem örtlichen BYD-Händler, der nur zivile Autos verkaufe. „Er weiß angeblich auch nichts von einem Taxirabatt von 37% auf ein Neufahrzeug“, beklagt sich Dittrich und fragt: „Wo ist ein Händler, der mir einen BYD als Taxi verkauft?“ Die Antwort kommt zum Teil aus der Taxi-Times-Leserschaft. Unser Leser Patrick Schilhan weiß zu berichten, dass das BYD-Autocenter-Dresden weiterhelfen kann. Aber es gibt noch mehr Optionen.
Mit dieser Frage hat sich die Taxi-Times-Redaktion auf Recherche begeben und ist fündig geworden. Einer dieser Händler ist das Unternehmen DIE Transform in Nümbrecht, das sich selbst zu den führenden Spezialisten für die Umrüstung von Taxi- und Mietwagenfahrzeugen zählt. Man habe, so berichtet es eine Unternehmensmitarbeiterin gegenüber Taxi Times, dauerhaft rund 100 BYD‑Fahrzeuge auf Lager und ermögliche damit eine sofortige Verfügbarkeit des BYD Seal 6 DM-i Touring in den Farben Schwarz, Weiß und Hellelfenbein als Taxi und Mietwagen. Möglich sei dies dank einer direkten Kooperation mit BYD.
Wie schon seit Jahren mit VW-Taxis werden die BYD-Fahrzeuge bereits im Vorfeld für ihren späteren Einsatz als Taxi oder Mietwagen vorbereitet und können somit sofort nach Bestellung als komplett umgerüstetes Taxi oder als Mietwagen inklusive Erstkonformität (beim Mietwagen) ausgeliefert werden. „Dadurch entfallen lange Lieferzeiten und eine aufwendige Koordination zwischen Fahrzeuglieferant und Umrüster“, verspricht das Unternehmen eine schnelle Auslieferung. Auch alle BYD-Händler und BYD-Stores können sich an DIE Transform wenden: „Sie haben direkten Zugriff auf das DIE Transform-Konsignationslager und bieten interessierten Taxi- und Mietwagenunternehmern sofortige Verfügbarkeit ohne Aufpreis.“

Bei (noch) uninformierten BYD-Händlern, die gerne ihre Taxikunden bedienen möchten, bietet sich auch der Kontakt zu Intax an. Der Umrüster aus Oldenburg kann neben dem Seal 6 DM-i sogar noch zwei weitere BYD-Modelle zum Taxi und Mietwagen umrüsten. Neben dem vollelektrischen Atto 3 wird auch das SUV Seal U DM-i umgerüstet, welches analog zum Seal 6 ausschließlich mit einem Hybridantrieb angeboten wird.
Alle Umrüstungen, die zu 100 Prozent rückrüstbar sind, können in der Regel, so verspricht Intax, innerhalb von vier Wochen durchgeführt werden. Da in Oldenburg kein Verkauf stattfinden, sondern ausschließlich Fahrzeuge umgerüstet werden, steht das Unternehmen bereits mit vielen Autohäusern in Kontakt, die mit dem Verkauf von BYD-Taxis Erfahrung haben. Kontaktdaten von Taxi-erfahrenen BYD-Händlern können Interessenten bei Intax telefonisch oder per Mail erfragt werden.
Da in näherer Zukunft weitere taxi-taugliche Fahrzeuge von BYD zu erwarten sind, kann man davon ausgehen, dass die Nachfrage nach BYD-Taxis entsprechend gesteigert wird. Bleibt zu hoffen, dass auch die Händler rechtzeitig von den Taxiumrüstungen erfahren. jh / sg
Beitragsfoto: Symbolbild: BYD trifft Taxi Grafik: Ki generiert











Kurze Frage in die Runde, wer braucht einen Benziner mit E-Antrieb? Oder auch gern andersherum: Wer benötigt wirklich ein E-Auto, dessen Batterie mit einem ständig laufenden Benzinmotor befeuert wird?
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Man kauft sich doch ein E-Taxi, um dauerhaft Geld zu sparen. Zum Beispiel bei der Wartung und den hohen Benzinpreisen. Und dann tappst man in diese Falle?
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Nein Danke. Da gibt es echt bessere Alternativen.
@Mario Höhne: Na ja, es ist halt leider so das egal welches Hybridsystem man im Fahrzeug verbaut, es immer zur Folge hat, das man zwei Antriebskonzepte spazieren fährt, was ökonomisch und ökologisch gesehen nicht wirklich sinnvoll ist. Leider lässt die Ladeinfrastruktur aktuell keinen flächendeckenden eTaxi-Einsatz in Deutschland zu. Gerade auf dem Land gibt es keine bis kaum öffentliche Lademöglichkeiten. Zudem haben aufgrund der kleinen Firmenstrukturen im Taxigewerbe viele Taxler nicht einmal ein eigenes Betriebsgrundstück mit Stellplätzen, wo man eine Ladesäule installieren könnte. Was ist also die Alternative zum eTaxi? Das Gewerbe an den Nagel hängen? Nein! Das Richtigste wäre das konsequente Abspecken der Fahrzeuge auf ca. 1.600 kg im Bereich der Mittelklasse, die Rückkehr zu windschnittigen Karosserieformen und die Wiederaufnahme der Dieseltechnik inkl. der Dieselvollhybridtechnik. Das wird die Autoindustrie aber nicht umsetzen, weil es von der Politik weltweit sabotiert wird! Lieber fahren viele CV-Wert-technisch und gewichtstechnisch gesehen halbe SUV-Panzer mit sinnlosen Benzinhybridvarianten in der Gegend herum, die ebenfalls locker 7 bis 8 Liter auf 100 km fressen – egal ob nun als Plug-In oder RangeExtender (ja, diese Technik ist absolut überflüssig), was man verbrauchstechnisch auch mit einem reinen Diesel ohne Elektrifizierung erreichen würde. Benzinhybride sind daher durchaus eher kritisch zu sehen, mit Ausnahme des Benzinvollhybrids – viele Grüße von Toyota seit den 1990ern. … Ach wie schön wäre doch die Taxiwelt, wenn man seine bezahlbare 30.000-Euro-Mittelklasse-Stufenheck-Limousine aka VW Passat, Ford Mondeo oder Opel Vectra mit einem Dieselvollhybrid mit technischumsetzbaren ca. 3 bis 4 Liter Verbrauch in Deutschlands ländlichen Regionen bewegen könnte und die zahlreichen HVO100-Tankstellen links und rechts neben der Strecke einen ruhig schlafen lassen würden …. achja, Träumen darf doch mal erlaubt sein, oder?