Alle Fünf Jahre werden in München und im Umland die Firmen- und Branchenvertreter bei der Industrie- und Handelskammer (IHK) gewählt. Damit innerhalb der IHK für München und Oberbayern auch die Interessen des Taxigewerbes vertreten werden können, haben sich drei Kandidaten zur Wahl aufstellen lassen. Wir stellen sie vor.
Jetzt oder nie. Jedes Taxiunternehmen hat in München die Möglichkeit, in seiner Wahlgruppe und seinem Wahlbezirk eine Stimme abzugeben. In München werden ab dem 13. April die virtuellen Wahlurnen geöffnet. Insgesamt drei Kandidaten kommen als Vertreter der Taxiunternehmer infrage. Gewählt wird das Ehrenamt für die Wahlperiode 2026-2031.
Die Gremien der IHK für München und Oberbayern bestehen aus der Vollversammlung und insgesamt 20 Regionalausschüssen. Ein Mitglied der Vollversammlung nimmt direkten Einfluss auf die Arbeit der IHK, beispielsweise bei der Festlegung der IHK-Leitlinien zu wichtigen wirtschaftspolitischen Fragen oder bei der Mitentscheidung zur Verwendung der finanziellen Mittel.
Ein Mitglied eines Regionalausschusses berät aktiv die kommunale und regionale Politik sowie die Verwaltung seines Bezirks in allen wirtschaftsrelevanten Themen. Die Positionen werden vorher in gemeinsamen Sitzungen der regionalen Wirtschaft erarbeitet.
Jeweils für den Regionalausschuss Landeshauptstadt München in der Wahlgruppe A (Industrie, Verkehr und Logistik) kandidieren der Münchner Taxiunternehmer und Präsident des BVTM Gregor Beiner, sowie Andreas Mekidiche, stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der Taxi München eG und seit 2024 Mitglied der Vollversammlung für einen Sitz im Regionalausschuss für die Region „Landeshauptstadt München“ innerhalb der Wahlgruppe A „Industrie, Verkehr und Logistik“. Sie treten dort gegen Kandidaten aus anderen Branchen des Verkehrssektors an. Nur die mit den meisten Stimmen werden in die Gremien einziehen.

Andreas Mekidiche, der zudem auch für die Vollversammlung kandidiert, setzt auf seine Erfahrung bei der IHK. „Mein Engagement im Regionalausschuss der Landeshauptstadt München und im Verkehrsausschuss ermöglicht mir, wirtschaftliche und verkehrspolitische Interessen wirkungsvoll zu verbinden. Ich möchte die Perspektiven des Mobilitäts- und Dienstleistungssektors aktiv in die Arbeit der IHK einbringen. Ziel ist es, tragfähige Rahmenbedingungen für Unternehmen zu schaffen und den Wirtschaftsstandort München nachhaltig zu stärken.“

Für Gregor Beiner hat das Taxi über die Grenzen von München heraus seine Bedeutung: „Als erneuter Kandidat für den Regionalausschuss München bringe ich meine langjährige Expertise in nachhaltiger Mobilität ein. […] Das Taxi als Teil des ÖPNV spielt dabei eine wichtige Rolle und wird sich kontinuierlich weiterentwickeln. Mit der ersten vollelektrischen Taxiflotte Münchens und dem Aufbau eines Schnellladehubs habe ich diesen Wandel früh mitgestaltet. Meine Erfahrung aus regionaler, nationaler und europäischer Gremienarbeit möchte ich weiter für einen starken Wirtschaftsstandort München einsetzen.”

Im Münchner Landkreis hat sich Aslanidis Ioannis in der Wahlgruppe A Industrie, Verkehr und Logistik aufstellen lassen. Der Taxiunternehmer steht für „innovative, serviceorientierte Mobilität mit fairen Wettbewerbsbedingungen, starken lokalen Unternehmen und dem Schutz des Mittelstands vor illegal agierenden Konzernen – für eine lebenswerte Region und eine starke Personenbeförderung.“
Anmerkung der Redaktion: Die anstehende IHK-Wahl bietet dem Taxigewerbe die Chance, für die nächsten fünf Jahre seine Positionen innerhalb der wirtschaftspolitischen Diskussionen einzubringen. Wie wichtig das sein kann, beweist sich bei Themen wie MBE oder fairer Wettbewerb: Sowohl in München als auch in Köln und in Berlin hat die IHK hierzu in so genannten Positionspapieren dem Taxigewerbe den Rücken gestärkt. In Mecklenburg-Vorpommern hat sich die IHK Neubrandenburg im Konflikt um eine wirtschaftliche Vergütung bei den Krankenfahrten pro Taxi positioniert.
Da solche Positionen vorab intern abgestimmt werden, ist es wichtig, dass dann bereits Taxiunternehmer in den Gremien sitzen. Deshalb rufen die drei Kandidaten Für München und München Land dazu auf, dass jeder Taxiunternehmer in München und Umland an der Wahl teilnimmt, einem der hier aufgeführten Kandidaten aus der Taxibranche seine Stimme gibt und so die Möglichkeit schafft, das Taxigewerbe für die kommenden fünf Jahre zu stärken. sg
Beitragsfoto: Collage Taxi Times








