Der Landesverband für das Taxi- und Mietwagengewerbe Mecklenburg-Vorpommern e.V. erklärt die aktuellen Verhandlungen mit den Krankenkassen für gescheitert. Die angebotenen Kilometerentgelte sind wirtschaftlich nicht tragbar. Die mobile Versorgung der Patienten ist ab 1. April nicht mehr gewährleistet.
Hintergrund sind aus Sicht des Verbandes weiterhin angebotene Vergütungen für Krankenfahrten , die nicht kostendeckend und für viele Unternehmen wirtschaftlich nicht tragbar sind. Trotz mehrfacher Hinweise auf die reale Kostenstruktur und deutlicher Zugeständnisse seitens des Verbandes, darunter ein zuletzt um 31 Prozent reduziertes Angebot, konnten keine Einigung erzielt werden.

„Seit Juli 2025 wiederholt der Landesverband gegenüber den Krankenkassen gebetsmühlenartig, dass deren angebotene Dumpingvergütungen nicht kostendeckend sind und schon gar nicht auskömmlich“, heißt es in einer heute versendeten Presseerklärung. Man habe die Kostensituation mittels eines Kostenrechners am konkreten Beispiel eines Betriebs mit vier Fahrzeugen mehrfach erläutert. „Dennoch findet bei den Krankenkassen kein Erkenntnisgewinn statt“, stellt der Verband frustriert fest. „Mathematische Grundprinzipien werden regelmäßig ignoriert.“
Die wirtschaftliche Lage der Branche ist bereits angespannt: Insolvenzen, Geschäftsaufgaben und Rückzüge selbst gemeinnütziger Anbieter aus dem Bereich der Krankenbeförderung nehmen zu. Da Krankenfahrten für einen Großteil der Betriebe das Kerngeschäft darstellen, sehen sich viele Unternehmer gezwungen, die bisherigen Bedingungen nicht länger zu akzeptieren. Ein wachsender Teil der Branche lehnt daher die vorgelegten Verträge ab und warnt vor weiteren wirtschaftlichen Schäden.
Mit dem Auslaufen der aktuellen Abrechnungsgrundlage zum 31. März 2026 steht nun eine gravierende Zäsur bevor. Ab April könnten zahlreiche Taxi- und Mietwagenunternehmen in Mecklenburg-Vorpommern keine Krankenfahrten mehr auf Basis ärztlicher Verordnungen durchführen. Medizinische Einrichtungen haben die Krankenkassen bereits zur Sicherstellung der Versorgung aufgefordert, da die wegfallenden Kapazitäten weder durch verbleibende Unternehmen noch durch den Rettungsdienst kompensiert werden können.
Der Verband betont jedoch seine grundsätzliche Verhandlungsbereitschaft und appelliert an die Krankenkassen, kurzfristig tragfähige Lösungen zu finden. Gleichzeitig wird den Versicherten geraten, sich direkt bei ihren Krankenkassen über alternative Transportmöglichkeiten zu informieren. Aus Sicht des Verbandes liegt die Verantwortung für die drohende Versorgungslücke bei den Krankenkassen, die es versäumt hätten, rechtzeitig wirtschaftlich tragfähige Rahmenbedingungen zu schaffen. jh
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Vor Jahren gab es in München eine ähnliche Debatte um Krankenfahrten. Letzten Endes hat jedoch der beauftragte Dumpinganbieter wg seiner betrügerischen Praktiken aufgeben müssen und die Kassen kehrten reumütig zur Zentrale zurück.
Und um welche Beträge geht es? Bitte bei solchen Artikeln immer die genaue Höhe der Preisvorstellungen aller Seiten nennen, um das man sich als Leser eine bessere Meinung zum Thema bilden kann.
Danke für die Belehrung. In dieser Meldung haben wir ausschließlich auf die Infos der Pressemeldung des Verbands zurückgegriffen. Die im Beitrag angesprochene Kostenkalkulation haben wir in der vor kurzem erschienenen Printausgabe beschrieben. Da tauchen dann auch konkrete Zahlen auf: https://taxi-times.com/krankenkassen-treiben-unternehmer-in-die-illegalitaet/
Als Premium-Abonnent müssten Sie die Ausgabe bereits in hrem Breifkasten gehabt haben. Falls nicht, möchten wir an dieser Stelle auf diesen Link verweisen: https://taxi-times.com/abo/